Amerik.Miniatureselhengst-Short Assets Yukon Jack

 

Zu einer guten Zucht gehören auch Hengste mit guter Abstammung..An dieser Stelle  schreibe ich jetzt über meinen 2. amerik.Miniatur.Eselhengst „SA Yukon Jack“ Mein erster und in Deutschland 1999 der erste  kleine Amerikaner „Jackadors Jamiroqui“ alias „Jock“ , ,verstarb 2005 an einem Kehlkopftumor. Bei meiner Suche eines neuen Deckhengstes wurde ich in Texas fündig. Dort wurde mein „Yukon“ geb 25.11.2000, angeboten . Sein Vater ein Champion,seine Vorfahren stammen von den ersten MiniaturEsel in Amerika.. Er hatte immer allein gestanden,außer er hatte Stuten zum Decken..Der amerik. Besitzer sagte ,er sei sehr brav und ruhig und liebe „But-scratching“ und Gingerkekse.Gingerkekse gab es bei mir garantiert nicht, aber „But-scratching“ gibt es weiterhin.. Auf deutsch heißt es – Arsch kraulen.:-)

Im Februar 2006 wurde dann mein amerik.Miniatur-Eselhengst aus Texas eingeflogen. Der kleine Texaner kam bei einem schmuddeligen Februarwetter mit dem Flugzeug an und benötigte als erstes nach 7 Std Fahrt eine Decke. Feuchte Kälte gibt es nicht so oft in Texas.

Bald zeigte er mir auch seine beliebte Stelle,wo er gekrault werden wollte. Er „parkte“ rückwärts vor mir und wackelte wie eine Diva mit dem Hinterteil. 🙂  Ich merkte auch bald,das er nicht allein sein mochte Vorerst bekam er Stuten als Gesellschafft .Aber da ich nicht vermehren wollte,eben das die Stuten gleich nach dem Abfohlen wieder gedeckt wurden,mußte eine neue Lösung her. Als Wallach hatte ich nur den Poitou „Duke“,somit kam er kurzfristig zu Yukon.   So lange,bis Duke bei Yukon dominierte(aufsprang),was äußerst gefährlich war für Yukon.Die 2 weiteren Hengste,die ich importiert hatte ,waren beide noch jung und somit könnte es klappen.Der Ivory,“Good Guys Wear White“, Jährling  und „Short Assets Black Luster“ 2 jährig kamen zu „Yukon“ Die 3 Hengste sindauch in diesem Video zu sehen.  Einige Zeit ging es gut und beide akzeptierten Yukon als Seniordeckhengst. Es ging so lange gut ,bis Luster ins deckfähige Alter kam und wirklich Ärger machte.Kein Tag ohne Kämpfe,ohne Wunden.Luster bekam sein eigenes Reich,kurze Zeit später Guy ebenso und die 2 – 1 jährigen Smoke und Gypsy, waren dann bei Yukon.Gypsy blieb ein paar Jahre bei ihm. Er sollte weiterhin als Zuchthengst bei mir sein.Da Gypsy Ivorygene hatte,war er auch ein sehr ruhiger und umgänglicher Hengst und verstand sich recht gut mit Yukon , akzeptierte ihn als Althengst.. Das Decken,welches ich von Hand mit ihnen machte,klappte bei Gypsy allerdings nicht so gut und ich stellte wieder um auf Hengst- Stuten-Konstellation.    Aber so,das jede Stute nur in etwa ein halbes Jahr beim Hengst war und ist. Das klappt wunderbar und es wird bis auf weiteres so gemacht. Yukon ist sehr ruhig,nett mit seinen Damen,eher schüchtern. Wenn sie tragend sind,bedrängt er sie absolut nicht.Er ist ein sehr zuverlässiger Deckhengst und bei seinen Damen beliebt. Richtig krank war mein „Yukon“ in 18 J nicht – von den Ohrspitzen bis zu den Hufen –  ein gesunder lieber Esel.

.Die nächsten beiden Bilder stammen aus 2018.

 

 

 

Und hier noch ein paar Bilder von einigen  Töchtern und Söhne von „Yukon“ – alle immer kräftig,super gebaut und ruhig.
 


Über so gut gelungene Kinder kann sich jeder Vater freuen 🙂

 

Da Yukon ja noch Hengst ist,kann er auch in 2019 auf 2 schöne Stutfohlen ,RS Joyce,RS Janine. stolz sein –

   

Yukon Jack ist inzwischen 20J und hatte im Winter 2020/2021 Probleme mit den Augen und an den HB Arthrose.  Sein Immunsystem war sehr angegriffen,was ich auch daran erkannte,das er Milben hatte.   Somit begann ich erst die Milben zu bekämpfen,dann kam die extreme Kälte und Yukon bekam seine Decke auf.Nicht unbedingt förderlich ,um die Milben los zu werden.Er bekam Luzernepellets ,Gerste und Möhre.Das war für die Augen wichtig ,denn es enthält viel   Vit A . Er konnte im Dunkeln kaum sehen und einen Nacht blinden Esel brauch ich nicht.Das Sehen wurde besser,aber die Arthrose in den HB blieb,trotz homöopathischer Behandlung. Ich habe ihm dann Hagebuttenpulver gegeben und siehe da,die HB waren schmerzfrei,er wurde sichtlich munterer.Täglich habe ich ihn nach Nissen abgesucht und diese abgebürstet.Natürlich waren die Milben zuerst stärker.Nach einiger Zeit stellte ich fest,die Milben schwanden ohne spezielle Weiterbehandlung.Jetzt kann ich sagen,wenn das Immunsystem in Ordnung ist,bekommt ein Esel keine Ektoparasiten.Er hat eine spezielle Abwehr,die erst gar keine Milben und Co zuläßt.

April 2021
Yukon ,inzwischen 20,5 J ,wurde im April bei mir zu Hause kastriert. Er war inzwischen sehr guter Kondition,so das keine Probleme zu erwarten waren.Mein TA kam mit einer Hilfe zur Unterstützung Sie hat nicht wirklich viel unterstützt 🙂 , aber es gab ihm mehr Sicherheit,denn auch er war wie ich ,nervös.Aber es verlief alles optimal ,ohne jegliche Komplikationen,ohne Schwellung Ich war stolz,das Yukon so gut drauf war und der TA freute sich,das alles so super abheilte.So ca nach 6 Wochen kam er in die Stutengruppe.Ich glaube,damit wurden seine Träume wahr. 🙂

                   

Yukons letzte Fohlen ,2 Stutfohlen 🙂 2021

RS Jana    und       RS Yin 

Kleine Aktualisierung zu Yukon –
Seit Anfang des Sommers 21 lebt Yukon ,jetzt Wallach,bei den Stuten mit Fohlen.Ich glaube, er fühlt sich sehr wohl und wird auch von den Eseldamen akzeptiert. Er steht nie allein. Er war schon immer ein zurückhaltender und ruhiger Esel und hat sich auch in der Stutengruppe sehr gut eingelebt. Mit der Konkurrenz bzw dem Juniorhengst „Razzle“ wird noch genauso um die Wette getönt,das muß auch so bleiben.Yukon ist zwar jetzt Wallach,aber er selber weiß ja nicht,das er sich nicht mehr fortpflanzen kann. 🙂

Seine  Krankengeschichte kurz vor seinem Geburtstag –

Yukon ist ein paar Tage vor seinem Geburtstag dem „Teufel noch mal von der Schippe “ gesprungen-
Folgendes – Samstag bekam, weil er noch Milben hatte, Yukon Ivermectin gespritzt. 10 Min später hatte er Koordinationprobleme an den Hinterbeinen. Muskelkrämpfe ? . Nach weiteren 10 Min bekam ich Angst und rief den TA an. Der meinte dann ganz trocken – wenn es in die Vene gelangt ist, hört es nach ca 1Std auf. Man kann es auch in die Vene spritzen. Yukon konnte sich aber nicht mehr auf den Beinen halten und legte sich hin. Der TA rief dann zurück und kam dann kurze Zeit später. Er meinte, weil Yukon den Hals gebeugt hatte, könnte es auch in die WS gelangt sein. Dann sieht es schlecht aus .Was tun –
Yukon bekam Cortison,Schmerzmittel ,2 Tröpfe und auch Valium . Für Yukon hieß es ,entspannt schlafen,so dass das Ivo abgebaut wurde bzw die Muskeln sich entspannten. Wie ich kurz vorm Zubett-gehen nachsah,schnarchte Yukon. Jetzt hieß es – hoffen.

Das folgende Bild sah ich in der Nacht im Mondschein – der Esel ,der über die Stallinsassen wachte. 🙂

Die Nacht war aber alles andere wie ruhig, Yukon schlief, aber seine Mädels tönten in einer Tour. Warum – Ich wußte warum- ich hatte kein ordentliches Heu bekommen-Schnitt Juli ,was aber länger gelegen hatte. Es war leicht braun und ohne viel Heugeruch. Mir war schon am Anfang klar – wenig Vitamine etc. Die andere Gruppe ,Razzle und Damen haben gleich gestreikt und tönten ebenfalls.
Morgens kam ich dann in den Stall und Yukon lag ordentlich an anderer Stelle und wie ich kam ,stand er sofort auf. Stand fest ohne umfallen ,ohne Muskelktampf. Das ließ mein Herz hüpfen und war positiv gestimmt . Aber er wollte absolut nicht fressen. Der TA kam und gab ihm Glukose und Schmerzmittel und von mir bekam er alle halbe Std Futter eingeflößt. Immer mit Traubenzucker .So wie der TA  dachte auch ich jetzt an eine Hyperlipämi . Er versuchte etwas Heu und ließ es wieder. Die Familie hat dann eine Großaktion gestartet ,den RB mit dem Netz aus der Raufe und 1 neuen RB geholt – 4 Wo früher gemäht, richtig super duftend mit Grassamen und Co. ,in die Heuraufe getan – die Stuten kamen und Yukon hinterher – er roch kurz und wollte vor Hunger schon das Netz fressen (es roch sehr nach dem Heu) ,ich gab ihm dann von dem guten Heu –  und er fraß, fraß und fraß. 🙂    Abends das Gleiche, auch der Napf wurde leer gemacht. Yukon wollte leben und seinen 21. ten Geburtstag mit seinen „Damen“ feiern. 🙂 Warum er jetzt zusammen gebrochen war, steht nicht mehr genau fest,denn vorher hatten die Esel auch das nicht so gute Heu.Auf jeden Fall hat mein  TA richtig reagiert und seine Muskeln durch eine schlafende Nacht entspannen lassen
 So konnte Yukon am 25.11.2021 seinen 21igsten Geburtstag in weiblicher Gesellschafft feiern.. 2 Tage vorher noch sehr krank und fast an einer Hyperlipämia gestorben,aber zum Glück konnte ich ihn durch sehr gutes Heu mit Samen,Vitaminen etc wieder zum Fressen animieren.Gesundes,sehr gutes Heu kann Leben retten,denn die Esel erkennen instinktiv sofort den Unterschied.
Zum Feiern blieb wenig Zeit – er hatte nachhol-Bedarf und so wurde gemeinsam das neue Heu gefuttert.