Mai 2013

Endlich finde ich ein wenig Zeit,um aus den vergangenen Monaten auf der Eselfarm zu berichten.       Der Winter verlief relativ ruhig. Ich war froh,nicht so viel Schnee zu haben.Die Miniesel haben die Kälte gut verkraftet , bei den Normaleseln und den Kühen gab es hin und wieder schon Probleme – dort gibt es ja auch alte bzw ältere Tiere .Da war meine 15jährige Highlandkuh , die 2x fest lag. Einmal bekam ich sie ohne Hilfsmittel  wieder auf die Füße , beim 2.Mal mußte ich sie mit dem Trecker hochziehen. Sie hat einen lahmen Hinterfuß und dieser saugte sich beide Male bei Matsche fest. Aber den Rest des Winters war alles klar mit ihr.Leider kann ich das nicht von meiner 17jährigen Zebukuh „Bambi“ sagen. Ich mußte sie „gehen“ lassen. Es schönes Highlight war die Geburt im Januar von „Shakira“. Knappe 50cm ,aber fit. Die kleine quirlige Maus passt super in meine Minieselherde. Auch wenn ich oft schon Mittags kaputt war , bei ihrem Anblick dann habe ich mich immer wieder gefreut.            Für Bolonger , meinem Wallach mit der Borreliose , habe ich inzwischen eine neue Behandlung angefangen. Die Schwester einer Bekannten hat mit der Weberkarde ,eine Distelart , die Borrelien erfolgreich  behandelt.Wenn es beim Menschen wirkt,warum nicht auch beim Tier. ( u Gesundheit – Borreliose näheres mit Link ) Somit mache ich jetzt eine Behandlung mit einer Kardelösung,die über einige Monate dauert. Inzwischen hat Bolonger noch Pilz und Haarlinge gehabt, ist aber ansonsten recht glücklich bei seinen Damen. Bedingt war es  wohl durch den sehr langen Winter. Dadurch hat auch der große Wallach Pilz bekommen. Beide bekamen eine Impfung – bei Bolonger hat es angeschlagen, bei Jack nicht. Darauf hin habe ich ihn homöopathisch behandelt,habe ihn geschoren und mehrfach mit Imaverol gewaschen. Zusätzlich bekam er Luzerne gefüttert ,weil es reich an Vitaminen und Mineralien ist und so das Immunsystem sehr gut stärkt und unterstützt. Nach der homöopathischen Behandlung fing er an jeder Körperstelle an zu „blühen“. Jetzt nach ca 3 – 4 Wochen haben wir den Pilz unter Kontrolle, das Fell wächst wieder gut nach. (weitere Info  u Gesundheit – Pilzerkrankung ).

So zwischendurch mit ca 5 Wochen Verspätung bekam CTA Midnight ihr Fohlen .  Allen Vermutungen zum Trotz ist es ein Stutfohlen geworden – RST Marena . Sehr zur Freude ihrer neuen Besitzer – somit konnten beide schon zu Pfingsten umziehen.
Leider war Pfingsten und die darauf folgende Woche für mich nicht so schön – ich mußte  meine 1. englisch/deutsche Zuchtstute ,geboren 1991,RST Fenjala ,einschläfern lassen. Durch Umstände , auf die ich keinen Einfluß hatte, starb sie nach einer Hyperlipämie..
Bei mir liegen Tod und Geburt  in diesem Jahr sehr eng zusammen – Samstag starb Fenjala und in der Nacht von Sonntag auf Montag wurde Hauenstein´s Witchys Fohlen,ein süßes graues Stutfohlen mit Namen RST Yasmin ,geboren.Termingerecht und ohne Probleme bei Mutter und Kind.

Am 2.Lebenstag von Yasim  ist Gras schon interessant..

Am 2.Lebenstag von Yasim ist Gras schon interessant..

Ab Donnerstag wurden dann RST Yanosh und Markley´s Black Smoke als Wallache abgeholt, um in Zukunft Demenskranken in Bonn  Freude bereiten.   Doch bevor ich die beiden verladen konnte, erlebte ich noch eine positive Überraschung – RST Sweet Cream ,mein  Ivory/Asinarastütchen, hatte in den frühen Morgenstunden ihr erstes Fohlen geboren. Ein wirklich sehr kleines (51,5 cm) Hengstfohlen,RST Yogi.

 Am Tag nach der Geburt .RST Yogi ist müde.

Am Tag nach der Geburt .RST Yogi ist müde.

Mutter und Fohlen wohlauf. Die Überraschung war ihr geglückt.Durch ihre Ruhe hatten die anderen es auch gar nicht so mit bekommen- Ein neues Herdenmitglied ! Ok, ,jeder roch einmal an ihm und alle waren sich einig – super gelaufen.

Da es hier wochenlang sehr kalt (2 – 10/12 Grad) war ,es regnete,stürmte und alles unter Wasser stand,zu dem sich die Ereignisse bei mir häuften, muß ich jetzt sehen,das ich   die Weide fertig bekomme , so dass dann die Kühe raus kommen und danach alle Esel auch. Erst jetzt ist das Gras Esel-gerecht gewachsen.Durch die Kälte ,den Regen und keine Sonne ist jetzt alles mindestens 14 Tage später.  So bald aber die Sonne scheint ,saugt der Moorboden die noch vorhandene Nässe  wie einen Schwamm auf und es sackt  dann recht schnell ab.
Ein Problem habe ich – ein Tag hat nur 12 Std , ich bräuchte aber mindestens  20 Std pro Tag !  :o(     Aber uns ist ja bekannt – In der Ruhe liegt die Kraft.

Kleine Anmerkung
Es gibt einige Ergänzungen bei einigen Gesundheitsthemen und einige neue Themen wie zB Anatomie des Esels , Blutwerte etc. Einfach mal schauen……:o)

November/ Dezember 2012

Der November verlief relativ normal und ruhig.Die Tage wurden kürzer und die Weide war auch abgegrast, somit konnte ich alle Zwischenzäune entfernen . Meine 2 Gastesel wurden auch Mitte des Monats abgeholt und 2 meiner amerik.Minieselfohlen ,Leah und Charime ,brachten wir in ihr neues Zuhause. Charime u Leah

Bolonger hat sich inzwischen gut in der Herde eingefügt und kommt auch gut mit Fridolin,dem Seniorwallach (27J) aus. Anfang Dezember waren dann doch noch ein paar Ereignisse – habe ja bei jeder Tierart ein Sorgenkind . Ist nun mal so,wenn man Tiere bis ins hohe Alter , bis zu ihrem Tod hat . – Ein Huhn ohne Krallen ,vor Jahren abgefroren , eine Kuh ,die an einem Hinterfuß lahm ist , der Stallkater ,der blind ist und dann bei den Eseln die Senioren ,vorrangig Frido und Bolonger. So kam ich an einem Nachmittag ,um die Kühe zu füttern und fand meine lahme Kuh bis zum Hals im Moor bei dem Wasserbottich stecken. Ich dachte schon,das es ihr Ende ist,aber ich habe sie wieder raus bekommen. Die Vorderbeine waren durch die gefrorene Erdkruste gebrochen und steckten fest.Hinten war sie zur Seite gerutscht und schaffte es nicht , auf zustehen. Zusammen , die Kuh und ich, haben wir es geschafft – wie ,das kann ich nicht mehr sagen. In solchen Situationen ist vorrangig handeln angesagt,so dass ich oft im Nachhinein nicht mehr genau sagen sagen kann ,wie es war. Außerdem wurde es dunkel . Ich war froh , dass meine schwarze Highlandkuh wieder auf festen Grund war,zwar zittern vom Stress ,aber ansonsten wohlauf. Danach kam ich in den Stall und – fand  meinen blinden Stallkater stark hinkend vor. Was passiert war,weiß ich nicht . Auf jeden Fall hat er sich die rechte Vorderpfote so gequetscht,das er die Krallen nicht einziehen kann.

Bis Weihnachten blieb es und war alles ruhig ,nahm seinen Gang. Leider fanden meine Großesel Mickey und Jack noch kein neues Zuhause . Die beiden langweilen sich und könnten ansonsten noch Esel- begeisterten Menschen  viel geben. Auch gegen kleine Kinder haben sie nichts.  Ich jedenfalls habe nicht die Zeit für sie,die sie verdient hätten.

Es ist Weihnachten ,das Fest der Liebe,dazu  gehört für mich auch die Liebe zum Tier. Allen Esel – und Tierfreunden  wünscht die RoverStar Eselfarm schöne und ruhige Weihnachtstage.

Weihnachtlicher Unfall        :o)  Angeschnallt wäre besser gewesen. :o)

Weihnachtsgruß 

Oktober 2012

In den ersten Tagen des Oktobers war schon richtig was los  –  meine Langohren haben mir gezeigt , das sie wertvoller sind wie manche  Menschen.

Ich wollte wie jeden Abend sie um 19 Uhr nach Hause holen ,aber am Eingang des eingezäunten Bereiches der Weide war kein Esel. Das war total neu. Normal war dieser Bereich noch gut zu übersehen.   Der übersichtliche Weideteil             Such mich :o)Na,ja , zumindest ungefähr.:o)  Aber es war absolut kein langes Ohr zu sehen. Ich lief zum Brunnen, denn drauf hatte ich den Überblick über die ganze Weide,über 6 ha mit Weiden, Erlen , Brennessel, Binsen, Schilfgras,Teiche  – ein Biotop. Ich sah 15 übermütige Esel am Ende der 6 ha – übermütig  buckelnde und kickende Eselchen, Eselchen , die sich wie Kinder freuten.    Es wurde langsam dunkel und die Süßen waren durch die hohen Brennessel  bald nicht mehr zu sehen. Die Weide hat rechts und am Ende je einen großen tiefen Graben, 1,5 m tief, und  links ein  Maisfeld. Hinter der Weide,an der anderen Seite des hinteren Grabens ist noch ein Weg und dahinter beginnt das Moor. Ich war jetzt schon quer Feld ein über die Weide gelaufen ,aber keine Spur eines Esels. Ich rief meinen Mann an , der dann den Weg vor dem Moor abfuhr. Ergebnis – nichts! Zusammen gingen wir dann noch ein Stück ins Moor ,dabei habe ich immer wieder Namen gerufen – einmal  alle durch. Einmal kam dann eine Antwort und zwar von Leah , mein Halbwaisenkind. O je und das kam vom Maisfeld.  Es war inzwischen dunkel , ich war noch in dem tiefen Graben gerutscht ,hatte einen nassen Fuß und eine Meniskuszerrung am Knie ,aber gespürt habe ich zu dem Zeitpunkt nichts davon, das kam erst in der Nacht. Mein Mann ist dann am Maisfeld  direkt neben unserer Weide zurück gegangen und ich habe das riesige Maisfeld zu Fuß umrundet  . Wir waren gleichzeitig am Haus , aber –  meinem Mann folgten 15 Eselchen ! Sie waren wieder zurück gegangen zu dem eingezäunten Stück und zum Ein/Ausgang der Weide und wollten jetzt nach Hause. Sie hatten halt nur einen Umweg gemacht. :o)   Diese Zuverlässigkeit  würde manchem Menschen auch gut stehen. Alle Langohren wohlauf und müde ,nur ich habe durch das Abrutschen ein  Humpelbein. :o( . – Und dabei hatten wir gerade nachmittags mit unseren Hunden einen 1,5 stündigen Spaziergang durch Feld und Flur gemacht.  Der Tag hatte es in sich.          Meine kleine Herde hat mir wieder einmal gezeigt, das ich mich auf sie verlassen kann – Ortstreu, pünktlich und zuverlässig.    Am nächsten Tag habe ich dann die Weide allein nochmals umrundet und alle dann auf das gesamte Land laufen lassen – abends 19 Uhr waren alle zur Stelle. Alle werden immer von Shulu ,der Stute, die von den Minis am längsten am Hof ist, geleitet. Weg a Maisfeld mit kommenden Eseln Trotz Maishäcksler, Wildschweinjäger und viel Tumult sind abends alle zuverlässig  wieder daWir kommen! und Sind da !wollen in den heimatlichen Stall und ab nach Hause. Auf der  Weide werden wirklich alle Sinne genutzt, die Esel können dort richtig ihre Instinkte einsetzen.- Der linke Weg war nach Ansicht meiner Langohren an einen der letzten Tage nicht sicher  –   es war ein Wildschwein ,welches im Gebüsch instinktiv wahr genommen wurde (zu sehen war es nicht) und am Abend sind alle im rasanten Tempo ,auf der Flucht ,an mir vorbei und nach Hause. Die Esel waren so flott zu Hause , das ich  noch  400m weit entfernt mit ziemlich verblüfftem Gesicht auf der Weide stand . Am nächsten Tag wurde dann der rechte Weg “ hinter dem  Feind“ gewählt –  Das Ziel ist der Weg  weiße und graue Rücken .. …..noch sieht man etwas … S0 lange wie das Wetter es zulässt,…. und weg sind meine Eselchen .       sind sie nachmittags  auf der Weide .                                                   Das war aber nicht die einzige „News “ im Oktober .

Bolonger, mein im Frühling kastrierter 22 jähriger Zuchthengst , kränkelte schon länger. Im letzten Winter hatte er schon ein massives Lungenproblem mit sehr starkem Husten. Der Husten war schon im Jahr davor gewesen , war aber im Sommer weg. Auch sah er,wo er noch als Hengst im letzten Jahr mit einer Stute auf der Hengstweide war, immer sehr deprimiert und unglücklich aus. Nach dem ich jetzt das letzte Blutergebnis habe, macht es alles Sinn. –

Erst hieß es , er ist ein Ekzemer ,weil er auch am ganzen Körper Pickel aufwies. Dann im letzten Winter hieß es , er ist dämpfig. Ich habe es genau so wenig geglaubt, wie die vorherige Diagnose. Nach der Kastration im Frühling diesen Jahres erholte er sich ganz schwer, war dabei auch sehr dünn mit wenig Muskulatur. Sorgenkind Bolonger Der Fellwechsel war furchtbar für ihn . Vorerst habe ich versucht,mit allen Mitteln sein Immunsystem auf zu bauen. Nach der Wurmkur im September sah Bolo schon elend aus. Es bekam dann die gesamte Eselschar  effektive Mikroorganismen (EM)  zur Darmsanierung – 70 % des Immunsystems wird ja über die Verdauung( Darm) gesteuert. Allen ist es sehr gut bekommen, nur Bolonger war immer schlechter drauf. Es hat  ihn richtig gestresst und er fror schon bei leichtem Regen und Wind.  So ließ ich dann erneut eine Blutuntersuchung machen , alles was möglich ist, vom Mineralstoffmangel bis hin zum Herpes. Mein TA war ziemlich sprachlos und hat noch gefragt, wieso das alles?  Diesmal war eine junge Tierärztin da , die ihn gründlich vorher untersuchte – Lunge frei ,keine Probleme,Husten nicht manuell auszulösen, Pickel – weder Ekzem noch Pilz. So war ihr Untersuchungsergebnis. Nachdem  das erste Ergebnis der Blutuntersuchung bekannt war , war auch klar,woher die Pickel kamen. – hochgradig Zinkmangel , andere Blutwerte in Ordnung. So war zumindest das Pickelaufkommen geklärt, nix Ekzemer. Weiteres Ergebnis – kein Herpes. Jetzt wartete ich noch gespannt auf eine Untersuchung, die mein TA noch in die Wege geleitet hatte. Zinkmangel kommt nicht von allein. Eine Woche später stand es fest und der TA war  doch ziemlich still. – Borreliose !!  Bolonger muß drüben auf der  Hengstweide eine Zecke gehabt haben (Zecken sind auf jeder Weide zu finden) und ist dann infiziert worden.Da ich ihn nur einmal am Tag gesehen habe , ist die Zecke mir entgangen. Bei der Diagnose Borreliose ist ein gutes Immunsystem  das  A und O. Der TA bestellte dann das Antibiotikum , von mir gab es ,nach dem ich das Internet auf dem Kopf gestellt habe, Gladiator plus. Es wirkt zur Ausleitung von Giftstoffen und vor allem auch auf die Leber. Antibiotikum  ist ja nicht ohne ,es kann eine Collititis  verursachen. Das würde Bolos Ende bedeuten. So habe ich ihn dann gezielt mit Futtermittel ,die viel Zink enthalten , versorgt.  Das Mineralfutter mochte er zum Schluß auch schon nicht mehr und da ich auch auf meine Esel „höre“ ,bekam er eins mit anderen Komponenten und wenig Ca.Bei einem Zuviel von Calzium (Mengenelement) im Mineralfutter kann  es zu einer Verdrängung von Zink (Spurenelement) kommen.  Außerdem zeigte Bolo mir auch,in dem er altes Haferstroh aus der Klo-Ecke suchte, wo Zink enthalten ist. Meine Recherchen ergaben , das Hafer bzw Getreide viel Zink enthält.Ich habe erst einmal Haferflocken gekauft und er nahm sie gerne. Dazu noch Zinkokehl/Sanum. Das Antibiotikum kam und musste  jetzt in den Esel. Jetzt ist immer ein geschicktes Untermischen nötig – alle Tricks werden genutzt,denn Bolo ist ein penibler Fresser- Pulver , nein danke. Nach 1 Woche ist noch alles gut, es geht ihm zusehends besser und er verträgt es gut. Er ist auf dem Wege der Besserung. Mittlerweile habe ich ihm schon etwas mehr Stress zugemutet- seit einigen Tagen ist er mit Fridolin (27J ) , seinem ehemaligen Konkurrenten  und dem seine Freundinnen ,Peggy und Fenjala , zusammen. Links Frido u. Co ,rechts Bolo u.Fam. Die „Jungs“ wissen ja nicht, das sie Wallach sind. :o) Bolo, erst seit einem halben Jahr Wallach, hat im Moment noch sein Hengstverhalten. Aber als Hengst hätte ich ihn nie zu einem Wallach gestellt. So wird er mit der Zeit ruhiger und ist für Frido ,den Altwallach , noch zu verkraften. Es wäre ansonsten ein ungleiches Verhältnis, denn Hengste wollen dominieren und Wallache werden dann zum „Spielball“ des Hengstes. Es ist alles recht ruhig ,die „Oldiegemeinschaft“ muß halt noch mehr zusammen wachsen. Immer hinterher :o) Aber das bringt die Zeit.

Da ich selber noch nicht das Allgemeinwissen dieser Erkrankung , der Borreliose, habe, gebe ich unter der Seite “ Eselgesundheit“  einige Links zum Lesen.

September 2012

Wie einige festgestellt haben, hat sich in meinem Blog seit einem halben Jahr nichts mehr getan.Es ist das halbe Jahr, das Sommerhalbjahr, was immer zu schnell vorbei geht. Dadurch,  das ich alle Aktivitäten mit und ohne Langohren in diesem Halbjahr  richtig genieße , weil ich ein Sonnenmensch bin ,vergeht die Zeit einfach zu schnell. Ich kann mir vorstellen, das es den Eseln ähnlich geht. Sie sind ja eigentlich auch Sonnenkinder und lieben mehr den Sand wie die Matsche. Es war ein durchwachsenes Halbjahr so wie auch das Wetter.   Jetzt ein kleiner Rückblick –

Im  Frühling wurde mein  Zuchteselhengst  Happy Valley Bolonger Happy Valley Bolonger  kastriert, RST Bijou ist also das letzte rein englische Eselstutfohlen der Normalesel aus meiner Zucht,der Zucht der RoverStar Eselfarm . Alle  Fohlen wurden  problemlos  geboren, es verlief alles positiv .

Bijou       Yanosh                         Leah                           Charime                                               Black Saphir

Alle Langohren hatten sich von dem nassen und dunklen Winter erholt.     Weidezeit       Sie waren super drauf. WeidezeitDie ersten Esel hatten den Besitzer gewechselt,die nächsten würden im August und November umziehen. Für mich war jetzt Reparatur und Verbesserungen der Stallungen etc angesagt. Die Weidezeit ist nicht Urlaubszeit für den Besitzer. Bei mir wurde  der Stall der Ministuten  verbessert – alte Trennmauer raus, alte Stallmatten erneuert (die wasserdurchlässigen Thermomatten wurden an gefressen wegen dem Kleber!  ) Stall der Ministutenund bei der überdachten Außenheuraufe  ein Tor aus Windschutznetz  zum hochkurbeln Rollotor angebracht.Dann wurden die noch nicht kaputten Stallmatten  in SA Black Lusters Stall verlegt. Dort habe ich dann auch die Frontpartie des Stalles erneuert. Stall Luster Bis zum Herbst wird dann noch ein Streifenvorhang vor dem Ein/Ausgang des Stalles montiert. – Ich bin richtig stolz auf meine Erneuerungen/Verbesserungen am Stall.:o)

Aber auf Roverstar lebt noch anderes Getier .So kam es,das mein Stallkater „Diggi“ ,13J,Diggi durch Bluthochdruck und CNI erblindete. Für mich sehr überraschend und  schockierend.Zu spät erkannt, da nicht jeder TA ein Blutdruckgerät für Katzen hat. Er bleibt  blind und ich werde ihm so weit es mir möglich ist, ein angenehmes Leben bieten. Im Haus kränkelte das nächste Tier , auch eine Katze,Didi,15J,Norweg.Waldkatze.Didi Ihm konnte  aber nicht mehr geholfen werden . Krebs der Bauchspeicheldrüse. Das 2.Haustier,was ich auch gehen lassen mußte, war unsere Tervuerenhündin „Andra“ ,13J . Andra mit klein TimmySie hatte aber  schon des längeren gesundheitliche Probleme, trotzdem war es bei ihr von heute auf morgen ,das sie eingeschläfert werden mußte. Hauskatze Sally dscn0128.JPG , 18J. ,kränkelte auch , erwartet aber jetzt jeden Morgen ihren probiotischen Yoghurt. :o) Den gebe ich ihr natürlich gerne.     Das waren schon einige Tiefen des Sommers,aber noch nicht die letzten .

Den ganze Sommer wurde ich von meinen „Sommergästen“ begleitet  – sie zogen Mitte April ein  und verließen meine Farm Mitte September wieder Richtung Süden. Ich freue mich jedes Jahr über ihren Besuch ,denn es ist bei mir ihr 2.Zuhause.Es sagt mir auch, dass ihnen das Klima in meinen Stallungen gefällt.In diesem Jahr waren sie in großer Anzahl vertreten und haben auch sehr viel Nachwuchs gehabt.  Welche Sommergäste sind gemeint ?  :o) – siehe Bild    :o)  7 auf einem Streich :o)Im Stall war es wie in einem großen Vogelkäfig – es ist im Sommer immer wieder schön. Ich freue mich jetzt schon wieder auf April 2013.

Aber bevor die Schwalben mich verließen, mußte ich eine Ministute „gehen“ lassen. Fest gestellt wurde ein Darmverschluß und eine zerstörte Leber. Sie hinterließ eine 3,5 Mon alte Tochter –   Leah. Priss hatte nie Probleme und dann war ihr Leben in 2 Tagen beendet. Ich war bzw bin genauso traurig wie Leah. Leah bekommt jetzt 3 x täglich ihr Fohlenfutter, viele Streichel-und Knuddeleinheiten .Die Herde ist jetzt ihre Familie.

Zum Ende September werde ich dann meine Gruppen neu ordnen. Da Bolonger (22 J) ja ein sehr ruhiger und zurückhaltender Esel ist,zu dem jetzt Wallach,wird er und Arnica (21J) mit Tochter Bijou Ende September/Anfang Oktober mit Fridolin Fridolin (27J) ,Peggy Peggy (22J) und Fenjala (21J)Fenjala zusammen geführt. Mit Jack und Mickey hat es nicht „funktioniert“, da die beiden zum einen Großesel sind und dadurch dominant und zum zweiten einen anderen Futterbedarf haben.

Sie sind für sich total liebe Esel, aber passen nicht in meine „Oldiegruppe“ zu dem Mickey auch erst 13J alt ist. Somit muß ich die beiden wieder als eigene Gruppe versorgen, was für mich im Winter problematisch wird. Ich habe dann die Sorge,dass ich ihnen nicht gerecht werde.Daher möchte ich sie ja an Eselliebhaber abgeben. Jack und Mickey sind total unkompliziert.Hier noch mal ein Foto  und meine Email : roverstar@esel-online.deJack li,Mickey re

Neuigkeiten auf den Themenseiten – Haltung , Zucht , Gesundheit etc – folgen in den nächsten Tagen.

Januar / Februar/ März 2012

Schon der Dezember bescherte uns Regen,Regen,Regen und Weihnachten war nicht wirklich Weihnachten.Den Eseln gefiel das Wetter noch weniger wie uns Menschen . Sie sind nun mal Tiere der Trockenheit als ehemalige  Wüstenbewohner. Sir brauchen Sand und Sonne zum Wohlfühlen. In der Zeit,wo es regnete, gab es so gut wie keine Sonne und trockenen Sand zum Wälzen noch weniger. Die Folge war, das einige , die vorher schon leichte Probleme des Immunsystems zeigten, Hauterscheinungen bekamen. In erster Linie die Stute,die im Herbst eine Totgeburt hatte. Es war ein Pilz mit bakterieller Beteiligung. Es bildete sich Eiter auf der Pilzstelle und da wo der Eiter über das Fell abfloss, verklebte er alles . Danach fiel das Fell aus und es zeigt sich nackte Haut. Inzwischen war hier alles unter Wasser Weide der Miniesel, die Sommerwiese ein See,  durch Sturm waren einige Bäume gekippt Auslauf Kühe u umgekippter Baum –  es sah chaotisch aus . Die Kühe standen teilweise bis zum Bauch in Matsche, Wasser,Wasser…aber ändern konnte ich es nicht. Wir wohnen in Moornähe und müssen damit fertig werden. Wir pumpten Wasser ab,so weit es möglich war-die Pumpen liefen heiß.Dann die Nachricht – Frost im Anmarsch ! Ich schaffte es gerade noch die Pumpen rein zu stellen. Ansonsten hatten alle ein Dach über den Kopf und konnten trocken schlafen. Inzwischen waren noch ein paar Pilzkandidaten bei den Eseln.Die hatten es aber ausschließlich über Kontakt bekommen. Waschen konnte ich meine Mädels bei den Temperaturen wohl nicht richtig und so schnitt ich die vom Pilz befallenen Stellen frei und machte sie nur in dem Bereich nass  mit Imaverol. Futter mäßig  stellte ich auch noch um und 14 Tage später hatte ich den Pilz im Griff. Genaue Behandlung des Pilzes werde ich noch unter Gesundheit schreiben.Inzwischen war es sehr kalt geworden und sämtliche „Seen“waren gefroren. Ich schaffte wie verrückt Heu in den Stallungen und war froh,das kein Esel fror.Ihnen war das Wetter unangenehm (mir auch) ,aber es ging ihnen gut. Die Kühe bekamen auch 2 x am Tag Heu, dazu mußte ich immer auf die Wiese. Mittags war ich um 13 Uhr 30 im Haus und machte eine kurze Pause.Meist so gegen 16Uhr bekamen die Kühe ihre 2.Runde Heu,ich machte dann das Wasser eisfrei und füllte es neu auf.Danach war es dunkel. So auch an dem Tag,wo ich die kleine Pearl fand. –  mein jüngstes eseliges Familienmitglied, sie ist ein sehr forsches,neugieriges und aufgewecktes Eselkind von 5 Mon. Sie spielt unendlich viel mit ihrem Halbbruder „Filou“. „Pearl“  ist ganz einfach eine „Perle“. Im Auslauf der Esel war auch ein großer See entstanden,da sauste Pearl vorher mit Wonne durch. Pearl nach einem “Seegang”Teil-Auslauf der Normalesel
Jetzt aber war der See erstarrt und eine Eisfläche.Wie jeden Tag  mache ich zur Mittagszeit die Aussentür auf,damit auch das ältere Semester (21J und älter) raus  in die Sonne konnte.So auch an dem Tag .Ich war bis ca 14 Uhr vor Ort und bin dann rein,selber Pause machen.Während meiner Pause ,so nach ca 1 Std hörte ich 2 x I A ,was im Moment nicht so oft ist.Ich dachte an meine Hengste und machte mir bei dem 1.Rufen keine Gedanken,1/4 Std später wieder „I A“,ich raus ohne groß anzuziehen,ich sah und hörte in dem Moment nichts,zog mir aber dann doch meine Jacke etc an,weil ich so wie so den Kühen die 2.Runde Heu bringen  mußte . Wie ich auf die Weide zu den Kühen kam, sah ich das,was die anderen,vorwiegend wohl Mutter „Peggy“ rufen ließ – Pearl hatte wohl wieder mit Filou gespielt und war aufs Eis geraten,war ausgerutscht und kam nicht mehr hoch. Sie hatte jetzt wohl schon ca eine Stunde liegend auf dem Eis verbracht und war von unten eisig kalt und hatte an den Hinterbeinen und am Schwänzchen im Fell schon einige Eiszapfen.Ich habe ihr dann erst mal hoch geholfen und langsam Richtung Stall gebracht.Abgetrocknet ,Arnica und  Futter gegeben, schnell Decken geholt und eingedeckt.Filou war immer dabei und ließ ihr keine Ruhe – auch dadurch kam wieder ihre Durchblutung in Schwung.Abends gab es noch ein paar Socken für die nassen Beinchen und ein schönes Strohlager.
Nach dem Zwiebelprinzip war sie  eingepackt.  Pearl eingepacktAm nächsten Morgen lagen die Decken noch genauso und ich konnte sie,weil ihre Temperatur wieder normal war, auspacken. Pearl halb “entblättert”Für mich,die wirklich fast 8/9 Std pro Tag bei den Tieren ist,war es ein ganz schöner Schreck.Pearl ist wieder fit,wäre ich aber erst zur Abendfütterung um 20 Uhr gekommen,hätte es wohl anders ausgesehen. Der Frost hielt  eine Weile an,so dass ich meine Eselchen viel innere Wärme geben musste.Pearl traute sich nach ihrem Erlebnis allein nicht nach draußen. Da draußen ja auch alles gefroren war,es teilweise bis Minus 20Grad fror,war sie im Stall auch besser auf gehoben. Interessenten für  Filou und Pearl besuchten uns, die Langohren und mich .Sie waren begeistert von den beiden und  Mitte März hieß es Abschied nehmen. Sie werden in Zukunft im Schwarzwald wohnen.Der Abschied viel mir sehr schwer,aber ich weiß sie dort in den besten Händen.

Der März kam auch mit etwas mehr Sonne und Wärme,wo durch die Esel auch in Frühlingsstimmung kamen. Der Monat verging im Fluge, weil die Tage länger und angenehmer waren und ich draußen einiges tun/aufräumen konnte. Bei der Kälte war einiges liegen geblieben.Auch war es an der Zeit, wieder einige Eselhufe in Ordnung zu bringen. Meine „Pilzeselchen“ hatten sich gut erholt und die tragenden Damen wurden rund und runder, die ersten hatten ja auch schon im April  Abfohltermin.. Die 1.Stuten kamen für ein Fohlen in 2013 zum Hengst. Ende März kamen dann noch meine 2 Miniesel aus England – Dee Dee Dee Dee (LN Dee Flames Out ) und Smoke Smoke ( Markle Black Smoke ). Die beiden waren in sehr guter Verfassung und passten sich super der Herde an.Nur hatten sie wohl über längere Zeit ein zu enges Halfter umgehabt. Die Spuren werden noch länger sichtbar sein.              Bei den Minieseln hatte sich ansonsten auch etwas getan – Good Guys Wear White und RST Yara fanden neue Besitzer. Sie werden ab August  therapeutische Aufgaben in einem Kindergarten in Österreich haben. Yara wurde Ende März entwöhnt und Witchy,ihre Mutter kam zum Hengst.  Da Witchy ein Sensibelchen ist und in Amerika wild aufgewachsen, bekam sie zu Anfang beim Hengst eine Euterentzündung. Sie mußte tierärztlich versorgt werden und überstand die restlichen Wochen bei Luster sehr gut. So verging auch der März schnell.

Dezember

Der Dezember ist angebrochen und wenn ich bedenke,das ich normalerweise am 6.12. ein Fohlen von Midnight zu erwarten hatte, stimmt es mich  traurig. Der November war nicht so hart wie der Oktober. Die Vorhersage des TA´s hat sich bewahrheitet – es waren Bakterien  schuld  am Tod   des Fohlens von Midnight  .  Sie gelangten wohl durch den Deckakt in die Gebärmutter. Die Gebärmutter ist nur in der Rosse  „offen“ , bereit den Samen des Hengstes für eine Trächtigkeit zu empfangen. Bei meinen Jungstuten war eine Übertragung durch einen meiner Hengste ausgeschlossen , da sie mit keinem meiner Hengste zusammen waren. Somit konnte es nur der  Wallach , den ich zugekauft hatte, gewesen sein. Im Nachhinein ist mir dann auch klar geworden, wieso die andere Jungstute  Gebärmutterprobleme hatte und trotz intensiver Behandlung  nicht aufnahm. Auch dafür können die Bakterien verantwortlich sein. Denn normale Antibiotika wirken nicht 100 % . Das einzige richtig wirkende ist ein spezieller Impfstoff, der auf die speziellen Bakterien ausgerichtet ist. Damit werden dann alle meine Esel geimpft.

Witchy hatte ja einen  Kehlkopfknoten ,wo der TA  ein Lymphknotenabszess vermutete. Es entpuppte sich wirklich als Abszess und war einen Monat , nach dem ich die Feststellung gemacht hatte, weg. Meine Freude war natürlich groß, wie jeder sich denken kann.

Der Monat verlief ansonsten recht ruhig .Ich konnte sämtliche Litze und alle Stangen von der Weide entfernen,da dieser jetzt einem englischen Rasen gleicht und Winterpause hat. Die Kühe sind jetzt auch im „Winterquartier“ .Stromlitze

Nebenbei bemerkt habe ich jetzt begonnen, den Beginn meiner Esel-Faszination 1984 auf zu schreiben. Der erste Abschnitt ist in Arbeit und wird bald öffentlich zu lesen sein.

Da dieser Monat bei den Eseln ruhig und ohne Besonderheiten ist,wünsche ich heute,  am 23.12.2011,    allen Lesern dieses Blogs schöne Weihnachten ohne Stress.Denn auch Esel mögen keinen Stress, sie lieben die Ruhe.  —    In der Ruhe liegt die Kraft.  —

Weihnachtsgruß 2011

November

Und wieder ist ein Monat vorbei. Der Monat Oktober war sehr aufregend und dadurch auch recht anstrengend.Langsam nämlich neigt sich das Jahr zu Ende, der Herbst ist da Herbststimmung und die Weidezeit ist dann bei mir vorbei. Im Oktober musste alles für die Winterzeit vorbereitet werden,denn im Winter sind alle Esel am Haus,  nur mit einem Auslauf. Alle rücken näher zusammen, was bei mehreren Hengsten teilweise ein Lebendige “Laubsauger”Problem sein kann. Die Planung muss stimmen, sonst habe ich im Winter Stress.
Die ersten Tage im Oktober verliefen relativ ruhig, zu dem war auch noch schönstes „Sommerwetter“. Das ist natürlich von allen Langohren begrüßt worden. Auch wir Menschen freuten uns. Zu Beginn der 2.Woche kam dann der erste Stress des Monats – 4 (!) Minieselstuten  amerik.Miniesel  an der Heuraufe fraßen abends nicht.  Mir war schon beim Holen von der Weide aufgefallen, das die besagten „Damen“ recht runde Bäuchlein hatten. Für die „Menge“ Gras, die zur Zeit noch auf der Weide ist,  war es untypisch . Es waren alles Jungstuten,  die normalerweise noch nicht so viel Bauch zeigen wie es bei Altstuten der Fall ist. Meine 1.Reaktion war es, die Darmgeräusche abzuhören. Teilweise mit bloßem Ohr, zur Sicherheit noch mit dem Stethoskop. Es waren schwache Darmgeräusche zu hören, alarmierend schwach. Meine Kleinen hatten eine Verstopfungskolik!  Zuerst gab es für alle 4 einen anständigen Schuß Paraffin-Öl (statt Paraffin-Öl kann man sogar Weizenkorn geben), danach 5 Globuli Nux vomica in die Backentasche, danach brachte ich die Süßen in Bewegung. Das letztere war gar nicht so einfach, denn bei den Bewegungen tut ja das Bäuchlein weh. Alle 15 bis 30 Min gab es Nux und viel Bewegung. Nach ca 3 Stunden waren die kleinen „Damen“ wieder wohlauf, so dass ich beruhigt ins Haus gehen konnte. Dort erwarteten mich 3 weitere Patienten – 1 kastrierter Kater  Tasko und meine beiden Männer mit Grippe.
Wo durch war die Kolik entstanden – in diesem Jahr war allgemein eine schlechte Strohernte und ich bekam außer langem Haferstroh noch Weizenstroh, aber sehr kurz. Normal für Equiden zu kurz. Also nur vermischt füttern. Und nun hatte ich 1 x wohl nicht ausreichend gemischt und schon hatten sich die Langohren voll Hunger das kurze Stroh rein gestopft, weil es ihnen besser schmeckt. An dem Tag war auch noch etwas Regen und es war windig,so dass die Bewegung auch fehlte. So kam eins zum anderen, was ja noch einmal glimpflich abgelaufen war.— –
Nicht immer läuft eine Kolik so glimpflich ab. Eine Kolik, zu spät erkannt bzw. zu spät behandelt, kann ohne Probleme zum Tode des Tieres führen. Koliksymptome sind bei Esel ein wenig anders wie beim Pferd. Ein Esel leidet stumm und ruhig, stellt sich abseits. Er wälzt sich selten. Wenn man den Bauch anfasst, ist er hart und angespannt. Es ist dem Esel unangenehm, eben, weil er Schmerzen hat. Der Esel frisst nicht. Man kann dem Tier sofort Nux vomica geben und dann den TA Bescheid sagen. Bis zum Eintreffen des TA´s kann man das Tier leicht bewegen, Nux vomica kann alle 15 Min gegeben werden. —-
Ich hatte ja noch das Integrieren von Jack und Mickey vor – aber das würde bestimmt nicht angefangen werden, wenn jedes weibliche Langohr, was nicht tragend ist, rossig ist. Jack sollte ja nicht auf Kraft an sein Hengstleben erinnert werden. So mußte ich damit noch warten, bis die Mädels nicht mehr rossten. Eine Woche  später ließ ich dann die beiden Großen zu der Normaleselgruppe  – Jack fing sich zuerst ein paar Tritte von den Damen ein, danach hatte er Nasenkontakt mit Fridolin, den Chefwallach (27 J)   bei den Damen. Ein kurzes Kauen beiderseits, ein schnelles Drehen von Frido  und „Kick“, Jack hätte es fast erwischt. Danach sammelten sich die Normalesel und flüchteten auf die andere Seite der Weide. Kein Interesse an weiteren Kontakt! Somit hatte ich jetzt 2 Herden auf einer Weide. Jack,Mickey ,NormaleselIn den Stall gingen wohl die Großen, aber dann blieb die andere Gruppe draußen. Also wurden Jack und Mickey zur Nacht wieder in ihren alten Stall gebracht. In den folgenden 10 Tagen änderte sich das Bild nicht, so dass ich das Vorhaben abbrach. Die Größe gehört zur Dominanz und das wissen die anderen auch und wollten keinen Kontakt. Außerdem hatten die Mädels Angst um ihren Nachwuchs, allen voran Peggy um Pearl. Falls Mickey  doch noch neue Besitzer findet, wird Jack allein zu den Normaleseln Rst Mickey Mouseumziehen. Dann ist die Situation eine andere – 1 Esel wird immer den Kontakt zur Herde  suchen und wird sich dieser  unterordnen bzw. einfügen.
Pearl hat inzwischen schon gelernt, das es Futter in einem Napf gibt und sie hat sehr gut das von mir angebotene Zuchtfutter gefressen. Anscheinend schmeckt es ihr. Es ist ja auch in dem Alter wichtig, gesund ernährt zu werden. – Fohlen können noch nicht sehr viel Raufutter (Heu) aufnehmen und somit trinken sie verstärkt Muttermilch.Man darf aber nicht vergessen,  das die Inhaltsstoffe der Milch nach 2 Monaten nachlassen und die Fohlen  nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen versorgt werden. Dabei sind sie im Wachstum. Immerhin wächst ein Fohlen im 1 Lebensjahr 60 % der Gesamtgröße. Wenn zu dem  noch Winter ist, können Mutterstute und Fohlen sehr schnell krank werden, weil das Immunsystem nicht richtig arbeitet.

Auch Esel, die arbeiten müssen wie Kutsche fahren, reiten, ausgiebige Wanderungen und auch die, die in der Zucht eingesetzt werden, sollten immer mit gutem Futter wie zB. Zuchtstuten mit Zuchtfutter unterstützt werden. Denn die Zucht ist die größte Beanspruchung für Eselstuten.
In den 10 Tagen habe ich dann zwischenzeitlich schon einige Verbesserungen an den Stallungen (alte Gebäude) vorgenommen – Dachpfannen ausgewechselt, Lampen nachgesehen, Einzäunungen verbessert usw., usw. Wenn dann das Wetter richtig herbstlich mit Regen , Sturm und Kälte wird, werden die Esel nur noch den Auslauf zur Verfügung haben. Sämtliche Litze werde ich dann entfernen und die Kühe dürfen dann überall noch nachsuchen. Irgendwann ist dann auch für sie nur noch der Auslauf da, aber dann ist schätzungsweise Winter.
Zwischenzeitlich hatte Sabrina ihre 1.Pilzimpfung bekommen. Sie hatte nämlich einseitig starken Hautpilz, den ich mit Waschen nicht in den Griff bekam. Merkwürdig war, das es bei ihr nur einseitig gewesen ist. Mir ist aufgefallen, das sie   grundsätzlich nur auf der anderen Seite liegt,  so dass diese immer vom Sand geschützt ist. Daran erkennt man schon wieder, wie wichtig es ist, das die Esel sich wälzen können, im Sand wälzen können.                                                             Der halbe Monat war jetzt um und hatte schon ausreichend Aufregendes gebracht, die nächste Hälfte vom Monat Oktober wurde aber noch heftiger.
Fortsetzung  kommende Woche ……

Wie versprochen die weiteren Ereignisse des Monats Oktober.-  An dem Tag,wo Sabrina die Pilzimpfung bekam,war noch ein für mich sehr schlimmes Ereignis. Wie üblich ,ich muss morgens durch den Auslauf der Minis, um in den Stall zu kommen,  schaute ich bei den Damen die Runde, begrüße sie, so weit sie da sind und….. was sehe ich ? Midnight, abgekämpft, zitternd und nicht mehr tragend!!! Sie hätte am Nikolaustag Termin gehabt.  Ich fand das Fohlen,ein kleines schwarzes Hengstfohlen,  noch in der Fruchtblase, im Stall. Das Fohlen war schon im Mutterleib gestorben.  Warum war es gestorben?  Midnight hatte nie Probleme während der Tragzeit, es war ihr erstes Fohlen.  Was war passiert? Warum war es tot? Ich war fertig und habe zuerst einmal die Stute versorgt und getröstet. Dann musste ich wie immer füttern und in meinem Kopf waren immer nur Fragen, Fragen. … Gegen Mittag kam die TÄ zur Impfung von Sabrina, ihr erzählte ich,was passiert war. So konnte sie mir auch nichts sagen und machte den Vorschlag, die Nachgeburt untersuchen zu lassen. Sie nahm sie mit und schickte es ins Labor. Das Ergebnis war nicht vor 10 Tagen zu erwarten,Tage,die endlos werden würden. Midnight ging es den Umständen nach ganz gut, sie brauchte zuerst ihre Freundin, die sie wie eine Mutter schützte. Ihr Hormonhaushalt musste sich wieder normalisieren und das war 1 Woche später, wo sie dann rossig wurde. Ich hatte in den gesamten Jahren meiner Eselzucht  bei keiner Jungstute  eine Totgeburt im 11. Trächtigkeitsmonat gehabt.  Ich beriet mich in den nächstem Tagen mit meinem TA. Wenn es  bestimmte  Bakterien waren,konnten sie nur von „außen“ kommen. Ich hatte ein weißes Hengstfohlen gekauft,später als Wallach hatte er noch einige Jungstuten „beglückt“. Die eine Jungstute wurde nicht tragend , die andere Jungstute in dem Stall war Midnight. Es ist die einzige mögliche Erklärung für meine Zuchtprobleme. Na ja, jetzt heißt es warten….

In der gleichen Woche wo Midnight rossig wurde, ist Guy endlich kastriert worden. Im Sommer habe ich es nicht machen lassen,weil dann die Fliegen eine größere Entzündung hervor gerufen hätten. So verlief alles ohne Problem – Guy wurde im Stehen kastriert.Die Blutgefäße wurden lange abgeklemmt, so dass keine Nachblutung zu erwarten war. ( Esel bluten nämlich stärker wie Pferde nach einer Kastration. Ein Verbluten ist möglich) So dauerte die Kastration eine halbe Stunde. Danach wurde er von mir mit Traumeel behandelt, 10 Tage später war die Schwellung weg. Auch in dieser Woche hatte ich 3 Patienten. Die dritte war – Witchy.  In ihrem Kehlkopfbereich fand ich ein Hühnerei – großes  Geschwür,Abszess oder Tumor. Langsam kam in mir die Angst. Mein 1.Minieselhengst war an einem Kehlkopftumor gestorben. TA angerufen,der dann meinte ,das es ein Lymphknotenabszess sein könnte und gab ihr Penicillin. 2Tage später bekam sie es noch einmal,der Abszess hatte sich schon verändert. Dann gab der TA mir den Rat,es mit Zugsalbe ein zuschmieren. Das würde das Ganze runter ziehen. Ich gab auch ihr Traumeel. Es wurde kleiner, aber der Abszess war noch lange nicht weg. Auch hier musste ich noch ein bis zwei Wochen warten. Mein Nervenkostüm wurde jetzt ganz gut strapaziert. Positives denken war angesagt, auch wenn es schwer fällt.

Die Ergebnisse kommen nächsten Monat…..

Eselnews Oktober 2011

Seit diesem Monat, Oktober 2011, werde ich in diesem Blog monatlich die Neuigkeiten, Erfahrungen und Erlebnisse der RoverStar Esel schreiben. Falls es in einem Monat keine nennenswerte Neuigkeiten gibt, werde ich über die „Entstehung der RoverStar Eselfarm berichten. Hier werde ich alle positiven und negativen Erfahrungen schildern, denn bekanntlich lernt man aus den Erfahrungen und so kann man diese auch anderen zu teil werden lassen.

Rückblick auf den Monat September und Ende August

Hier ist schon einiges passiert – Peggy, 21-jährige englische Zuchtstute, bekam Ende August ihr Fohlen. Es ist ein Stutfohlen, RST Pearl, der Vater ist HV Bolonger. Peggy hatte schon seit geraumer Zeit eine Lahmheit am Vorderhuf. Es war der gleiche Huf, an dem vor einem Jahr das Hufbein gebrochen war. Bei der Röntgenaufnahme zeigte sich,dass das Hufbein schief angewachsen ist und sie bei einer normalen Hufstellung Schmerzen hatte. Dadurch, das ich jetzt ein Bild des Hufbeines habe, konnte ich den Huf dem Hufbein anpassen.Einen Tag bevor das Fohlen geboren wurde, lahmte sie dann sehr stark auf dem rechten Hinterhuf. Somit passte es super, das“Pearl“ geboren wurde.RST Pearl Auch hier ließ ich das Bein und den Huf röntgen,wobei eine klare Diagnose nicht ersichtlich war. Ein Hufgeschwür war nicht zu finden, es war eine starke Zerrung einer Beugesehne. Das gesamte Hinterbein war dick geschwollen. Ich machte durchblutungsfördernde Einreibungen und versorgte sie ansonsten homöopathisch (Ruta, Rhus, Traumeel u Silicea) 14 Tage später konnte sie wieder mit ihrem Fohlen in die Herde.

Neues bei den Minieseln – RST Yara , amerik.MinieselRST Yara   und RST Gypsy , Anfang Juli geboren, entwickeln sich prächtig. Inzwischen fressen sie ihr Futter brav aus ihrem eigenen Napf. Beide sind sehr ruhig und schmusig. Sie lassen sich ohne Probleme auf meine Art erziehen. Sie kennen das Führen mit der Hand (ohne Halfter) und reagieren sehr gut auf „Komm mit“ und „Steeeh“. Hufe auskratzen ohne anbinden ist gar kein Problem.Bei RST Lulu RST Lulu , amerik.Miniesel, jetzt 1Jahr alt, habe ich genauso begonnen. Es gibt oder gab bei ihr nie Probleme mit dem aufhalftern, führen oder Hufe auskratzen oder korrigieren. Meiner Ansicht nach ist diese Erziehung die ruhigste und stressfreieste für Mensch und Tier.

Nachtrag zum Monat September

Wenn ich bei meinen Eseln bin,vergesse ich die Zeit und denke absolut nicht ans Datum.So stellte ich jetzt fest,dass der Umbau im Stall der Normalesel ja schon im September war. – Schon seit ca einem 1/2 Jahr plante ich, die beiden Großesel (1,30m,1,35m )  bei den Normaleseln zu integrieren.Das es nicht einfach wird,war mir klar.Jack ist nämlich erst seit 2,5J Wallach und ein Esel vergisst ja nun mal nicht.So auch nicht Jack  sein Hengst-Leben.Aber erst mussten die Stallbedingungen = Platz in dem anderen Stall gegeben sein. Ansonsten würden die Großen  die Kleinen beim Fressen ab drängen.Die Größe des Tieres gehört bei Eseln  zur Dominanz.Deshalb war ein kleiner Umbau notwendig – Mittelwand raus,2 alte Heutröge weg und den Boden mit Lehm auffüllen.Dieser wurde dann fest gestampft und eine Heurundraufe aufgebaut. Das ganze Unternehmen dauerte 1 Nachmittag. Der Stall wirkt jetzt wesentlich größer und freundlicher. Die Normaleselherde war am Nachmittag draußen  und kam  erst zum Abend, wie alles fertig war, rein. Sie zeigten zuerst ein Erstaunen , dann aber siegte die eselige Neugierde. Wie sie dann fest stellten,das in der Mitte dieses komischen „Gestells“ Heu ist, gab es kein zögern mehr – Kopf rein und fressen. Nur Filou, der Jährlingswallach ,war ein wenig skeptischer. Aber da es anderweitig kein Heu, sondern nur Stroh gab,wagte er es auch und steckte seinen Kopf zwischen den Bügeln. Jetzt ist es für den gesamten „eseligen Trupp“ kein „Thema“ mehr.           Heurundraufe Ich  muss jetzt nur noch den richtigen Zeitpunkt finden, um Jack und Mickey zu integrieren.