Hengsthaltung

 

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Ratschläge zur Hengsthaltung

Hengste sind dominante Tiere und können,wenn man sie nicht richtig behandelt,auch über den Menschen dominant werden. Es kann Jahre lang ohne Probleme sein .Aus irgend einem Grunde,den der Mensch nicht immer weiß, wird der Hengst ,sonst liebevoll und zugänglich, aggressiv und nicht zu kontrollieren. Beim Hengst wie bei jedem männlichen Tier haben die Hormone einen großen Einfluss auf das Verhalten. Wird er aggressiv, kann er beißen und ist durch nichts davon abzuhalten. Zur Not hilft ein Eimer mit Wasser,Schläge nimmt er in dem Moment nicht wahr, es animiert ihn eher , weiter zu machen. Daher meine Ratschläge für die,die unbedingt einen Hengst halten möchten. Es gilt für alle Eselgrößen, dabei ist es egal, ob der Hengst mit einer Stute,einem Wallach oder einem 2ten Hengst zusammen steht. Einem Hengst kann man nie 100% vertrauen. Dabei habe ich mich immer an einige Regeln gehalten –

1.) Ein Hengst muss konsequent erzogen und gehalten werden. Es dürfen keine Fehler in der Erziehung gemacht werden. Der Hengst muss aufs Wort gehorchen und sollte nie nur am Halfter außerhalb seines Territoriums geführt werden.

2,) Man sollte einem Hengst nie ,ohne zu wissen,was er macht,wo er ist,den Rücken zuwenden.

3.) Er darf nicht den Kopf auf eine menschliche Schulter legen, für ihn ist es eine Geste der Dominanz.

4.) Freunde/Bekannte sollten nicht ohne den Besitzer auf eine Hengstwiese gehen. Kinder nur auf Abstand und in Begleitung Erwachsener , nie allein.

5.) Ein Hengst muss,wenn der Besitzer in den Stall,auf die Weide kommt, zurück treten.

6.) Leckerchen aus der Hand von Fremden ist nicht ratsam.

Zum Schluss noch eine Bitte an andere Eselzüchter – kastriert eure Hengstfohlen so früh wie möglich (ab 6.Mon möglich) Ein Hengst kann schnell zur Gefahr werden für die eigenen Kinder.Investiert die Kastration .Wallache, die früh kastriert wurden,haben keine Hengstmanieren,weil sie nicht mehr von ihren Hormonen gelenkt werden. Wallache spielen viel und gerne.Mit ihnen kann man schmusen, sind für Kinder geeignet. Ein Leben ohne Hormone ist auch für den Esel angenehmer, sie können dann überall integriert werden. Ein Hengst bleibt immer ein Außenseiter.

Meine Eselhengsterfahrung        Eselflüsterer

Sind Eselhengste erwachsen,ist ihr Leben Hormon-gesteuert und sie sind unberechenbar. Im Frühling ist es noch stärker. Die Jungs merken ,wer ihnen unterlegen ist,wer Angst zeigt,hat oftmals schlechte Karten. Ich hatte 4 Hengste, davon lebte einer mit einer Stute, die 3 anderen  zusammen. Noch – so lange,wie es sich dabei um 2 Junghengste handelte, die noch nicht gedeckt hatten. Vor ein paar Jahren liefen auch 3 Minihengste zusammen, es ging einigee Zeit gut und der „Chef“ (der kleinste mit 78cm) wurde anerkannt , bis die 2 anderen ins erwachsene Alter kamen. Der mittlere, altersmäßig, wollte sich aber nie unterordnen und hatte echte Probleme, machte echte Probleme – immer Beißerei mit nicht unerheblichen Verletzungen, auf Stock schlagen keine Reaktion , nur der Eimer mit Wasser brachte sie auseinander. Es ging so weit,das der Luster,der kleine Querulant, mich beim ausmisten decken wollte. Er stand senkrecht auf 5 ! Beinen hinter mir.Nur meine schnelle, schlagkräftige Reaktion konnte schlimmeres verhindern. Er hatte daraufhin eine Stute.
Bei Hengsten muss man immer aufpassen,darf sie nicht aus den Augen lassen. Man darf ihnen nicht gestatten,den Kopf auf eine menschliche Schulter zu legen.Dies ist eine dominante Geste. Eselhengste können töten. Wenn ihre Hormone sie lenken,spüren sie keinen Schmerz und sind schwer bis gar nicht aufzuhalten.
Das Spiel bei Hengsten ist kein Spiel spielerischer Kampf,es ist das Abklären der Rangordnung.2 Jährlingshengste i spielerischen Kampf Ein Hengstfohlen macht schon so seinen Vater,wenn er mit ihm zusammen läuft, an. Als Wallach werden die Spiele weiterhin sein,nur sie werden dann sanfter.Bleiben sie Hengste, werden sie rabiater und blutiger.Manchmal werden dann auch Menschen einbezogen.Die Kastration ist eine Sicherheit für die Menschen . Kinder sollten nicht mit Hengsten allein gelassen werden. Es ist zu gefährlich,auch wenn sie so lieb schauen. Sie sind durch die Hormone nicht einzuschätzen. Sie sind wie tickende Bomben. Das ist einerlei, ob es ein Normal – oder ein Miniesel ist. Minieselhengste werden oft verkannt, weil bei ihnen der „Niedlichkeitsfaktor“ hinzukommt.

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