Fohlenerziehung

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Erziehung der Eselfohlen

Eselchen sind nicht nur Gewohnheitstiere,sie sind auch sehr neugierig . Auf jeden Fall wollen sie meist das,was bei dem langohrigen Freund oder auch Mutter gemacht wurde,auch erleben/bekommen. Wenn man das merkt,sollte man es nutzen.
Beknabbern durch Fohlen ist kein Anpöbeln, man kann es dem Fohlen in keiner Weise anlasten – es weiß ja nicht, dass der Mensch wohl sein Freund aber auch eine Respektperson ist.Sein Spielpartner sollte aber ein Esel sein. Diese kleinen Unterschiede muß man dem Fohlen beibringen.
Ein Fohlen will grundsätzlich immer auf sich aufmerksam machen,wie,das ist ihm egal. Manchmal knabbern sie,dann kann es eine Aufforderung zum Putzen sein.Beim gegenseitigem Putzen unter Eseln wird auch geknabbert. Möchte man nicht putzen oder kann es momentan nicht,kann man das Fohlen weg schieben,den Namen und ein konsequentes „Nein“ sagen. Wenn man es putzt,streichelt,sollte es am ganzen Körper gemacht werden – von den Ohrspitzen bis zu den Hufen.So lernt der Eselnachwuchs ,das der Mensch ihn überall anfasst. Jede Übung mit/beim Fohlen sollte immer positiv beendet werden. Ab und an kann man schon die Hufe aufnehmen für ein paar Sekunden und immer dazu den Befehl -Huf- sagen.Wird es befolgt,sollte man loben dh. knuddeln und streicheln. .Die Stimme des Menschen ist besser wie jedes Leckerchen. Man muß versuchen,sich in das Tier hinein zu versetzen,denn es ist ein Baby.Woher soll es die Welt kennen? Fohlen haben nur ihre angeborenen Instinkte.Wenn man sie gleich zu Anfang zu stark fest hält, -bindet,reagieren sie mit Abwehr,Flucht. Das ist dann der Fluchtinstinkt . Zuerst sollte man die Erziehung auf das Hufe säubern beschränken. Das Fohlen lernt im Laufe der Zeit dadurch,sein Gleichgewicht auf 3 Beinen zu halten,es lernt,dass das, was der Mensch macht, befolgt werden sollte. Langsam kann man das „Programm“ erweitern und die Hufe beim anheben,etwas ankratzen,auskratzen. Wenn die Mutter alles an sich machen läßt, ist dass eine Bestätigung der Notwendigkeit für das Fohlen.Es lernt,dem Menschen zu vertrauen,das eine Flucht unnötig ist. Esel schauen sich alles von anderen ab,die Fohlen von ihren Müttern. Kind-sein ohne Zwänge
In erster Linie ist ja die Mutter für die Erziehung verantwortlich. Man sieht,wenn sie das Fohlen nicht trinken lassen will,gibt es einen Stups,einen Kniff oder sie tritt es vorsichtig weg. Auch nicht immer sanft, aber konsequent. Hat es auch gelernt,was es bedeutet,wenn der Mensch es wegschubst mit einem NEIN,ist alles folgende leichter. Ein Klaps ist nicht falsch,Eselmütter gehen auch nicht immer zimperlich mit den Fohlen um,vor allem,wenn es ein Hengstchen ist. Das Halfter lernen meine als letztes kennen,als erstes das Hufe geben,putzen des Körpers von oben bis unten,Zähne anschauen ,festhalten ohne Halfter und wenn alles super gemacht wird,lobe ich. Wenn Fohlen nicht angebunden werden,lernen sie das Hufe geben ohne Probleme. Es wird dann freiwillig gemacht.Ich erziehe alle Fohlen so,das Halfter ist eine der letzten Übungen.Wenn das Vertrauen da ist,ist das Halfter auch später überhaupt kein Problem. Meine Fohlen erleben die ersten Monate ohne Zwang Lebensfreude pur.Wenn sie ihr Halfter bekommen , ist es für sie nicht neu,denn sie sehen es ja bei der Mutter.Sie sehen,wie die Mutter brav mitkommt,ohne das was schlimmes passiert. Mama ist das Vorbild und Lehrmeister des Fohlens .- auch für den Besitzer . Ein Fohlen benimmt sich immer,wie sein Geschlecht es ihm vorgibt – es weiß von Anfang an, ob es männlich oder weiblich ist. Die Stute bereitet ihr Fohlen auch auf sein späteres Leben vor.So zeigt sie ihm, wie man Dominanz zeigt ,ausübt und anerkennt,damit es den Stellenwert in der Herde erkennt. Es sieht aus wie ein Spiel , was es aber nicht ist. Die Stute nimmt dabei das Fohlen mit den Zähnen im Nacken und hält es fest.So wie es später ein Hengst beim Liebesspiel bei der Stute macht. Das Festhalten im Nacken kann man auch als Besitzer mit einer Hand machen.So kann man feststellen , ob der Esel den Besitzer als ranghöheren Freund sieht oder ihn nicht akzeptiert.

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