Eselsenioren

Wer so lange wie ich Esel hat,hat auch Eselsenioren bzw hat etliche erlebt,die schon über die „Regenbogenbrücke“ gegangen sind..

Es ist wie bei uns Menschen – einer wird nur 60J ,der andere fast 100J ,wiederum andere sind durch Erkrankung geprägt und gehen schon sehr früh von uns.In eine Welt,wo es kein Unten oder Oben,keinen Hunger oder Schmerz gibt – sie sind dann schlicht und einfach „frei“. Für die,die auf dieser sichtbaren Welt zurück bleiben ,ist der Verlust eines Menschen so wie eines geliebten Tieres immer schmerzhaft.

Ich mußte in den 35J schon einige Eselsenioren gehen lassen.Aber auch dadurch habe ich gelernt.So weiß ich jetzt,dass das Altern bei Eseln mit ca 17J beginnt.Zum Teil sind die ersten Zahnverluste zu verzeichnen,es treten öfters Verdauungsprobleme auf usw. Der gesamte Organismus stellt sich um,das Immunsystem schwächelt öfters .Wenn man das  erkennt, kann man dem Senior auf die eine oder andere Art und Weise  unterstützen.

RS Fenjala

PaulchenMolly

Als erstes sei gesagt,das ab dem Alter von 15J eine regelmäßige jährliche Zahnkontrolle durch den TA oder Dentisten erfolgen sollte.Zahnhaken,Stufengebiss,lockere Zähne all dies behindert den Esel bei der Nahrungsaufnahme. Dadurch kann schnell eine Kolik entstehen,denn der Esel kann dann die Nahrung nicht mehr richtig zerkleinern.Die Folge ist ,dass das Immunsystem dann sehr schnell leidet,weil dem Körper einige Nährstoffe aus der Nahrung nicht mehr zur Verfügung gestellt werden.Das Immunsystem ist aber das Wichtigste bei älteren Eseln.

.Hat der Eselsenior keine Zähne mehr,kann man ihm eingeweichte Heucobs anbieten.Zum Winter sollte man ihm dann zusätzlich gequetschte Gerste und /oder auch Luzernepellets für die Energie geben.So lange er noch eine gute Figur,keine gesundheitlichen Probleme hat,benötigt er auch keine Decke.Durch Kälte sind Energieverluste zu erwarten.Wenn ältere Esel im Winter abmagern bzw zittern, muss dringend zu gefüttert werden. Dazu eignet sich gequetsche Gerste. Obschon Hafer sehr rohfaserreich ist, ist der Energiegehalt in Relation zu seinem Eiweißgehalt nicht so hoch wie der von Gerste. .Hafer „puscht“ nur kurzfristig,Gerste liefert langfristig Energie /Wärme. Bleiben also dann von den klassischen Getreidesorten nur Dinkel und Gerste, die jedoch nur aufgeschlossen verfüttert werden sollten. Gerste ist das Korn des Südens. Veredeln kann man das Ganze  mit Mineralfutter und eventuell einer Kräutermischung .Eine interessante und für den Dickdarm gut verträglich Energiequelle stellen ansonsten auch noch Heutrockenprodukte wie Wiesencobs oder Luzernemischungen dar. Futter für die Energieversorgung ist bei älteren Eseln sehr wichtig. Ältere Esel werden so schnell nicht fett. Die Tabellen der Inhaltsstoffe von Stroh,Wiesen -bzw Grascobs und Luzernecobs sind hier zu finden.

Der gesamte Stoffwechsel eines älteren Esels wird langsamer,sowie auch alle Lebensvorgänge Zu dem Stoffwechsel gehören das Horn- und das Fellwachstum bzw der Fellwechsel und natürlich auch die inneren Organe wie das Herz und der Blutkreislauf.

Der Esel wird ruhiger, liegt öfters und kann sogar ein Bauchödem entwickeln.Wenn die Blutwerte iO. sind ,kann man das Ödem mit einer Gabe Brennnessel,Birke und weiteren harntreibenden Kräutern unterstützen.Man kann ihm auch homöopathische Mittel geben. Dazu sollte man ihm auch Herz-stärkende und etwas für das Lymphsystem geben.

Genauso ist es mit der Hufpflege.Das Hornwachstum ändert sich jetzt auch im Laufe der Zeit, der Esel nutzt es nicht mehr so ab,weil er ruhiger wird,so dass öfters ein raspeln notwendig ist .Wenn dann die Hufe aber nicht regelmäßig korrigiert werden,kann man beim Eselsenior auch mit Rheuma in den Gelenken rechnen.

Man bemerkt,dass der Esel sein Fell später verliert wie in anderen Jahren.Das ist dann ganz normal.Dabei sollte man nicht gleich an eine Krankheit denken oder den Esel gar scheren.Damit kann der ältere Esel erst richtig krank werden. Das Fell beim Esel schützt vor Kälte wie vor Hitze.Er reguliert dadurch seine Körpertemperatur.Man braucht sich also keine Gedanken machen,wenn es etwas länger am Esel ist.Ein tägliches Bürsten ist sehr hilfreich.
Im Sommer ist Fliegenzeit. Eselsenioren leiden oft ,dadurch das ihr Abwehr- ,Immunsystem nicht mehr so stark ist,unter Wadenbeisser und der Herbstgrasmilbe.Auch können sie manchmal extrem auf Mücken reagieren.Das ist keine Krankheit im üblichen Sinn,man sollte dann verstärkt Vitamine zu füttern.An den Beinen oder auch am Körper kann man Insekten abwehrende Lotion verwenden,so zB Zedan oder dem Esel Strümpfe zum Schutz über die Beine ziehen.

Meine Eselseniorin RS Peggy 2019 mit 29 J

und die angehenden Eselsenioren – SA Yukon Jack  geb 2000 (Bild 1 u.3 2019)

Hauensteins Witchy Woman geb 2002 (Bild 1u.2 2019)

GreenAcres Moshulu geb 2000