Pilzerkrankungen

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Pilzerkrankung beim Esel

Das Immunsystem des Esels ist bei ihm als ehemaliger Wüstenbewohner oftmals im Herbst und Winter überlastet. Wieso nur im Herbst und Winter ? In dem Halbjahr sind die Tage kürzer, die Sonnenstrahlung gering bis gar nicht. Dabei ist die Sonne überaus wichtig, auch für uns Menschen – mit ihrer Hilfe wird das Hautvitamin D gebildet. Für die Esel ist ebenfalls auch ein Sandbad sehr wichtig, sie dient als Schutzschicht der Haut. Das alles ist in den Wintermonaten nicht immer gegeben. Als Folge dann, bei unzureichendem Immunsystem ,welches evtl geschwächt durch Erkrankung, Unterversorgung von Vitaminen und Mineralien (Zink ), Dauerstress etc., sieht man plötzlich Hauterscheinungen. Diese können sehr unterschiedlich aussehen – von total glatten Hautstellen , über pickelige , schuppige Haut , alle Formen – vom Kreis- runden bis undefinierbarer Form , ebenso mit Pickel, Bakterienbeteiligung und Eiterbildung . Aber wie es auch aussieht , es ist eine Fadenpilzerkrankung, auch Trichophytie genannt. Dazu in Wikipedia einmal als Oberbegriff Dermatophytose und Wikipedia mit den möglichen Pilzarten,

Vorbeugend Sonne kann man nicht geben,dafür kann man den Esel ausreichend mit Vitaminen versorgen. Vitamin D ist dabei hervorzuheben. Vitamin D wird beim Menschen 3 Monate gespeichert,beim Esel sollte man davon ausgehen,das es ähnlich ist. Ist das Immunsystem aber doch geschwächt durch vorherige Erkrankung und können die Tiere auch nicht über die alltägliche Nahrungsquelle, dem Heu, Vitamine zu sich nehmen, sind Hauterscheinungen zu erwarten. Der Vitamingehalt im Heu nimmt mit der Dauer der Lagerung ab und sechs Monate altes Heu hat fast gar keine Vitamine mehr. Weisen die Hauterscheinungen auf eine Pilzerkrankung hin , sollte man vom TA eine Hautuntersuchung machen lassen. Dazu wird ein Hautgeschabsel entnommen und auf Pilzbefall untersucht. Da die Untersuchung mehrere Tage bis Wochen dauert , sollten die befallenen Hautpartien schon bei der ersten Feststellung vom Fell frei geschnitten und behandelt werden. Im Winter kann man den Esel nicht ganz waschen , daher sollte man auch das Umfeld des Pilzes vom Fell befreien und behandeln. In erster Linie sind dort auch die Sporen des Pilzes zu finden. Sie sind ansteckend und können weitere Hautläsionen zur Folge haben. Auch können andere Tiere ,so wie auch der Mensch, sich anstecken. Um den Pilz unter Kontrolle zu bekommen,kann man mit Imaverol oder auf natürlicher Basis mit Lebermoosextrakt die jetzt freien Läsionen Trichophytie behandeln. Trichophytie Der Esel sollte dann alle 2 Tage bis max 1 Woche erneut behandelt werden. Zu der äußerlichen Behandlung sollte man auch die Ernährung mit vitaminreicher Kost ergänzen,um so zu versuchen, das Immunsystem wieder auf zubauen.Als Nahrungsergänzung kann man Luzerne in Form von Pellets oder Cobs geben. Und hier noch eine Begriffserklärung  zu Luzerne.

Begriffserklärungen

  • Alfalfa / Luzerne Angaben über Nährwerte, Kalorien, Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Fettsäuren Alfalfa / Luzerne ist eine der mineralreichsten Pflanzen: sie enthält z.B. Biotin, Kalzium, Cholin, Inositol, Eisen, Magnesium, Phosphor, Kalium, Protein, Natrium, Schwefel, Vitamine A, Vitamin B-Komplex, Vitamine C, D, E und K. Luzerne enthält alle essentiellen Aminosäuren die im Körper verarbeitet werden: Arginin, Histidin, Isoleucin, Leucin, Lysin, Methionin, Phenylalanin, Threonin, Tryptophan, Valin (in organischer Form). Neben vielen anderen Funktionen alkalisiert ( Säure-Basen-Haushalt ) und entgiftet Alfalfa den Körper ( besonders die Leber ), hilft bei Darmverstimmungen, Blutarmut, Blutungen, Geschwüren und Arthritis, fördert die Funktion der Hypophse und enthält zudem einen Wirkstoff gegen Pilzbefall.

  • Essentielle Aminosäuren Proteine sind die Baustoffe des Lebens: sie wirken im Körper als Katalysatoren (Enzyme) und Regulatoren (Hormone), sind wichtig für den Bewegungsapparat als Stütz- und Schutzelemente (z.B. Knochen, Bindegewebe, Haut, Fell) und als Grundlage für die Muskelfunktion und die Abwehrfunktion (Immunsystem).Die Aminosäuren, die das Pferd nicht selber herstellen kann, bezeichnet man als essentielle Aminosäuren und müssen über das Futter zugeführt werden. Dies sind: Arginin, Histidin, Isoleucin, Leucin, Lysin, Methionin, Phenylalanin, Threonin, Tryptophan, Valin

 

Man kann seinen Esel auch impfen lassen. Es ist eine 2-fach Impfung und ist oft wirksam. Dabei sollte man aber nicht vergessen, dass das Immunsystem des Esels nicht ausreichend ist. Die Impfung ist eine unterstützende Maßnahme. Auch besteht die Gefahr , das eine Impfung keine Wirkung zeigt. Dann sieht der Esel so aus —

Pilzbefall beim Esel nach Pilzimpfung

Pilzbefall beim Esel trotz Pilzimpfung

Die Ernährung ,Haltung etc muss auf  jeden Fall   überdacht werden,ansonsten kann der Fehler bzw die Pilzerkrankung im nächsten Winter wieder auftreten.Die Impfung ist nur für ein halbes bis dreiviertel Jahr wirksam. Ist der Esel sehr stark vom Pilz betroffen gewesen, sollte man ihn im Sommer scheren.So kommt Sonne direkt auf die Haut,die Sonne ist der Feind des Pilzes und vernichtet auf diese Art die letzten evtl vorhandenen Sporen. Eine Blutuntersuchung kann man machen lassen,um einen Zinkmangel auszuschließen.. 

Meine zuletzt gemachte Erfahrung –     Ich habe Jack, dem Esel auf dem obigen Bild  bei ersten Pilzerscheinungen 1 x impfen lassen. Es hat den Pilz nicht gestoppt.  Nein,es wurde schlimmer und somit ließ ich Jack kein 2.x impfen.Eine Pilzimpfung besteht aus einer 2 fachen  Impfung. Ich habe dann den Esel geschoren,mit Imaverol gewaschen. Nach 2 Tagen noch einmal mit Imaverol gewaschen. Dann bekam Jack ,auf Grund des geschwächten Immunsystems ( ansonsten hätte er keinen Pilz bekommen) ,Luzerne
Luzerne besitzt sehr viel Vitamine,Mineralien und Spurenelemente und deckt dadurch ein Defizit schnell ab..Außerdem behandelte ich ihn  homöopathisch . – Er bekam –   Sanukehl trich-d6-fluessige-verduennung  für 7 Tage ,2 x am Tag. Hier die Info dazu.  Der Esel hat spontan darauf reagiert , er „blühte“ am ganzen Körper.Nach einer Woche wuchsen die kahlen Stellen wieder zu. Ich habe ihn dann noch einmal gewaschen, aber mit Lebermoosextrakt,um so auch die letzten Sporen abzutöten. Zum Schluß wurde er noch mit einer Essiglösung gewaschen.(Link benötigt lange Ladezeit) Auch sie töten Sporen ab. Alles in Allem hat der „Pilzspuk“ ca 4 Wochen gedauert.
Grundsätzliche Info zur Behandlung isopathischen/homöopathischen Mitteln
Eine Seite ,wie die Behandlungsmethode bei der Firma Sanum entstand
und das Rezeptierbuch der Firma Sanum

Hinzufügen möchte ich noch, dass Jacks Mitbewohnerin,die 10J jüngere Eselstute Mickey, keinen Pilz hatte.Die beiden haben sich wie sonst auch ,gegenseitig geputzt und gekrault,hatten also immer intensiven Kontakt. Das zeigt,dass ein schwaches Immunsystem  für den Pilzbefall verantwortlich ist.

2017 – Kleines Update

Seit bei mir der „Jack“ so extrem Pilz hatte (s.o.) und er durch Luzerne wieder gesund wurde,gebe ich ,so bald einer meiner Esel Anzeichen von Pilz hat,Luzernepellets ! .2 x am Tag eine Handvoll und dann für 3 Wochen..Die Piulzerkrankung kann mir jetzt keinen Schreck mehr einjagen.Mit Luzerne wird er sofort geheilt. 🙂

 

 


4 Gedanken zu „Pilzerkrankungen

  1. Pingback: Mai 2013 | Esel am bloggen

  2. Pingback: Januar 2016 | Esel am bloggen

  3. Pingback: Mai 2017 | Esel am bloggen

  4. Pingback: Oktober 2017 | Esel am bloggen

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