Narkose-Empfehlung ,Wirksamkeit d Medikamente

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Weil ich es für sehr wichtig halte,habe ich dafür eine extra Seite genommen.Esel reagieren teilweise sehr extrem,die Miniatur Esel noch extremer.Welches ja bei einer Narkose tödlich enden kann   .(Eigenerfahrung) Wer einen Esel-unerfahrenden Tierarzt hat,sollte das folgende vielleicht drucken und weiterleiten.

Zitat – Besonderheiten  bei der Sedierung und der Narkose
Da Esel ursprünglich Wüstentiere waren, ist ihre Anatomie und Physiologie an diese Situation angepasst. Daraus resultieren in der Pharmakokinetik und in der Pharmakodynamik Unterschiede im Bezug auf Pferde. Diese zeigen sich vor allem bei der Sedierung und Narkose. Esel sind sehr stoisch und zeigen Schmerzen erst recht spät. Daher muss immer an eine ausreichende Analgesie gedacht werden. Vor jedem Eingriff ist eine Blutuntersuchung angeraten. Dabei ist zu beachten, dass Esel im Bezug aufs Pferd weniger, dafür aber größere Erythrozyten besitzen.
Das Legen eines Venenverweilkateters ist aufgrund der anatomischen Verhältnisse schwieriger als beim Pferd, da der Musculus cutaneus colli wesentlich dicker ausgebildet ist.       Zitatende


.Im Original “Anatomical Differences of…… gut zu erkennen auf dem Foto Nr 9.

 Für die Blutabnahme sollte der Arzt das obere oder untere Drittel der Vene nutzen

Zitat-
So werden Phenylbutazon und Flunixin-Meglumin schneller metabolisiert als beim Pferd und Carprofen langsamer.     ( Ebenso verhält es sich beim Penicillin).
Auch bei den gängigen Sedativa und Tranquilizern zeigen sich Unterschiede. Im Gegensatz zum Maultier jedoch wirken alle recht gut. Wissenschaftliche Belege fehlen noch, aber die Praxis hat gezeigt, dass verschiedene Eselarten unterschiedlich auf diese Stoffe reagieren. So ist bei kleinen Rassen bezogen auf das Körpergewicht mehr Sedativum von Nöten.

Weiterer intressanter Artikel bzw Untersuchung bei amerik.Miniatureseln von hier

Animals—6 clinically normal miniature donkeys.

Procedure—Blood samples were collected before and 5, 10, 20, 30, 45, 60, 90, 120, 180, 240, 300, 360, and 480 minutes after IV administration of phenylbutazone (4.4 mg/kg of body weight). Serum was analyzed in triplicate by use of high-performance liquid chromatography for determination of phenylbutazone and oxyphenbutazone concentrations. The serum concentration-time curve for each donkey was analyzed separately to estimate model-independent pharmacokinetic variables.

Results—Serum concentrations decreased rapidly after IV administration of phenylbutazone, and they reached undetectable concentrations within 4 hours. Values for mean residence time ranged from 0.5 to 3.0 hours (median, 1.1 hour), whereas total body clearance ranged from 4.2 to 7.5 ml/kg/ min (mean, 5.8 ml/kg/ min). Oxyphenbutazone appeared rapidly in the serum; time to peak concentration ranged from 13 to 41 minutes (mean, 26.4 minutes), and peak concentration in serum ranged from 2.8 to 4.0 mg/ml (mean, 3.5 μg/ml).

Conclusion and Clinical Relevance—Clearance of phenylbutazone in miniature donkeys after injection of a single dose (4.4 mg/kg, IV) is rapid. Compared with horses, miniature donkeys may require more frequent administration of phenylbutazone to achieve therapeutic efficacy. (Am J Vet Res 2001;62:673–67

Auf deutsch heißt das –

Tiere-6 klinisch normale Miniatur-Esel.

Verfahren-Blutproben wurden vor und 5, 10, 20, 30, 45, 60, 90, 120, 180, 240, 300, 360 und 480 Minuten nach IV-Verabreichung von Phenylbutazon (4,4 mg/kg Körpergewicht) entnommen. Das Serum wurde mittels Hochleistungsflüssigkeitschromatographie zur Bestimmung der Phenylbutazon- und Oxyphenbutazon-Konzentrationen in dreifacher Ausfertigung analysiert. Die Serumkonzentrationszeitkurve für jeden Esel wurde separat analysiert, um modellunabhängige pharmakokinetische Variablen zu schätzen.

Ergebnisse: Die Serumkonzentrationen sanken nach IV-Verabreichung von Phenylbutazon rasch und erreichten innerhalb von 4 Stunden nicht nachweisbare Konzentrationen. Die Werte für die mittlere Verweilzeit lagen zwischen 0,5 und 3,0 Stunden (Median, 1,1 Stunde), während der Gesamtkörperabstand zwischen 4,2 und 7,5 ml/kg/min (Mittel, 5,8 ml/kg/min) lag. Oxyphenbutazon erschien schnell im Serum; die Zeit bis zur Spitzenkonzentration lag zwischen 13 und 41 Minuten (Mittelwert 26,4 Minuten) und die Spitzenkonzentration im Serum zwischen 2,8 und 4,0 mg/ml (Mittelwert 3,5 μg/ml).

Schlussfolgerung und klinische Relevanz – Die Freigabe von Phenylbutazon bei Miniatur-Eseln nach Injektion einer Einzeldosis (4,4 mg/kg, IV) ist schnell. Im Vergleich zu Pferden können Miniaturesel eine häufigere Verabreichung von Phenylbutazon erfordern, um eine therapeutische Wirksamkeit zu erreichen. (Am J Vet Res 2001;62:673-675)

 

Die Autoren empfehlen für die Sedierung vor Eingriffen am stehenden Tier oder im Rahmen der Narkoseprämedikation folgende Kombinationen: Xylazin (0,6–1,0 mg/kg i.v. oder i.m.) oder Detomidin (0,01–0,02 mg/kg i.v. oder i.m.) mit Acepromazin (0,05–0,1 mg/kg i.v oder i.m) und mit Butorphanol (0,02–0,04 mg/kg i.v.) oder L-Methadon (0,1 mg/kg i.v).
Wird eine Distanzmobilisation angestrebt, so ist die Kombination von Etorphin und Acepromazin nur im äußersten Notfall angezeigt. Das Antagonisieren von Etorphin mit Diprenorphin kann zu starken Nebenwirkungen führen, da dieses von Eseln zu seinem aktiven Agonisten metabolisiert wird und somit zu einer erneuten tiefen Sedation führt.
Für die Narkoseeinleitung wird eine tiefe Sedation mit einem Alpha-2-Agonisten empfohlen (Xylazin 2,2 mg/kg i.v.). Danach erfolgt die Einleitung mit Ketamin (2,2 mg/ kg i.v.). Wird zusätzlich Butorphanol gegeben (0,01–0,02 mg/kg i.v.), kommt es zu einer besseren Sedierung und Analgesie. Die angestrebte Narkosetiefe lässt sich mit dieser Kombination ca.15 Minuten aufrechterhalten.

Bei Miniatureseln kann es sein, dass diese Dosierung nicht ausreicht um eine ausreichende Anästhesietiefe zu erreichen. Häufig kommt es zu starken Muskelspannungen bis hin zu Exzitationen. Für diesen Fall wird zusätzlich Midazolam (0,06 mg/kg i.v.) oder Diazepam (0,05 mg/ kg i.v.) empfohlen. Ebenso zeigt sich bei Anwendung von Tiletamin-Zolazepam (1,1 mg/kg i.v.) nach einer Sedierung mit Xylazin und Butorphanol eine gute Anästhesie. Dies ist vor allem bei Miniaturrassen zu empfehlen, kann aber auch bei etwas größeren Eselrassen gut angewendet werden.

Auch die Anwendung von Propofol (2,2 mg/kg i.v.) nach einer Sedation mit Xylazin ist möglich, um ein intubationsfähiges Narkosestadium zu erreichen. Wegen des Verlustes der Spontanatmung ist es jedoch für die Feldnarkose nicht geeignet. Ebenfalls beschrieben wird die Anwendung von Thiopental (5mg/kg i.v.) zur Induktion. Hiermit lässt sich durch Nachdosieren die Narkose für ca. 25 Minuten erhalten. Dabei muss die Atmung streng überwacht werden, da es in höheren Dosen schnell zu einem Atemstillstand kommen kann.

Wird eine Narkoseerhaltung mit Guaifenisin angestrebt, so ist Vorsicht geboten. Bereits nach 60 % der entsprechenden Pferdedosis verlieren Esel ihre Standfestigkeit. Bei der Kombination von Guaifenisin mit Ketamin muss bedacht werden, dass Ketamin beim Esel schneller metabolisiert wird als beim Pferd. Aus diesem Grund muss der klassische „Triple-Dip“ (Xylazin, Ketamin, Guaifenisin) modifiziert werden. So sollten auf einen Liter 3 %iger Guaifenisinlösung 3g Ketamin und 500 mg Xylazin gegeben werden. Für die Narkoseerhaltung sollte mit einer Geschwindigkeit von 1,5–3 ml/kg/h infundiert werden.

Auf die gebräuchlichen Inhalationsgase (Halothan, Isofluran) reagieren Esel ähnlich wie Pferde. Der MACWert liegt für Halothan bei 0,9 Vol % und für Isofluran bei 1,4 Vol. %. Eine Dauertropfinfusion von Alpha-2-Agonisten oder Ketamin ist möglich um das Inhalationsanästhetikum im Verbrauch zu senken.

Es besteht die Möglichkeit, die Narkose über eine Maske einzuleiten. Der orotrachealen oder nasotrachealen Intubation wird jedoch der Vorzug gegeben. Aufgrund des im Kehlkopf vorhandenen Blindsackes gestaltet diese sich jedoch etwas schwieriger als beim Pferd.
(Die Kehlkopftaschen des Esels sind  anders geformt und anders gewinkelt als bei Pferden. Deshalb bleibt beim Esel die Magenschlundsonde stecken und der Tierarzt könnte sogar beim Versuch, sie weiter zu schieben, den Esel verletzen.)
Die Aufwachphase verläuft bei gut analgesierten Eseln in der Regel langsamer und ruhiger als beim Pferd. Sollte es Probleme mit der Atmung geben, so wird eine späte Extubation emphohlen. — Zitatende

und hier der Originaltext – und die Besonderheiten der Esel amerikanisch.

Hier gibt es noch eine Studie zur Behandlung von Eseln und der Wirksamkeit einiger Medikamente.

Zitat aus obigem Link

Flunixin-Meglumin gehört zur Gruppe der nichtsteroidalen Entzünungshemmer und wirkt über die Hemmung der Cyclooxygenase. Bei Pferden wird dieses Medikament zur Linderung von Schmerzen des Bewegungsapparates und bei Kolik eingesetzt. Zu den Nebenwirkungen des Flunixin-Meglumins gehören Geschwürbildungen im Magendarmtrakt, Diarrhoe und Nierenrindennekrosen. Diese Nebenwirkungen treten häufig im Zusammenhang mit überhöhten Dosierungen auf. Da es kaum Informationen über die Verstoffwechselung dieses Medikaments bei Eseln und Maultieren gibt, werden für diese Tiere im Allgemeinen die Pferdedosierungen verwendet. Zwischen Eseln und Pferden kann es aber erhebliche Unterschiede bei einigen klinisch relevanten pharmakokinetischen Variablen geben. – Zitatende

Auf der folgenden Seite ist auch der Unterschied Pferd-Esel bezüglich der Wirksamkeit und Wirkungsdauer  von Flunixin – Meglumin beschrieben.

Flunixin und Finadynpaste (Wirkstoff Flunixin)

Hier die  Übersetzung des engl Link Lizarraga 2004  bezüglich der Applikationsintervalle

Und hier die Übersetzung von dem Link Grosenbaugh 2011 zu den Dosierungen

Meine Erfahrung ist ,was die Wirksamkeit und Verträglichkeit angeht, sehr positiv. Das erste Mal war schon vor ca 20 J  und ist inzwischen bei einer Behandlung in letzter Zeit wieder bestätigt worden..