Hauterkrankungen

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**** Hauterkrankungen beim Esel ****

Die Haut schützt nicht nur mechanisch von der Umwelt, ihre Aufgaben sind vielfältiger. Die Wärmeregulation steht an erster Stelle. Der Esel ist mit dem Pferd das einzige Haustier, das über die ganze Körperoberfläche schwitzen kann. Einen Schutz vor zu hohem Wärmeverlust erreicht der Esel durch sein Winterfell, das jahreszeitlich mit dem Sommerfell ausgetauscht wird. In der Haut sind die Tastorgane untergebracht, die dem Esel ein Fühlen ermöglichen. Besonders lange Tasthaare in der Umgebung der Augen, der Nüstern und des Maules sind mit Nerven verbunden und deshalb sehr feinfühlig. Die Haut ist das größte Ausscheidungs – und Atmungsorgan. Erkrankungen der Haut können viele Ursachen haben. Aber bei allen Hauterkrankungen sollte man immer auf Zinkmangel untersuchen lassen. Zinkmangelerscheinungen können sich als Ekzem,Ektoparasiten, Pilzerkrankungen zeigen,außerdem ist Zink für die Zucht zur Bildung von körpereigenen Hormonen (zum Beispiel Geschlechtshormonen), für die Samenreifung beim Hengst und für die Einnistung des befruchteten Eies in die Gebärmutterschleimhaut der Stute unentbehrlich. Auch für das anschließende Wachstum der Frucht ist Zink wichtig. So können Esel mit Zinkmangel nicht in ihre genetisch vorbestimmte Größe wachsen und bleiben klein. Zink ist für die Ausbildung der Wachstumshormone, das Längenwachstum des Knochens und für die allgemeine Zellneubildung vonnöten . Zu dem besitzt Zink eine wichtige Abwehrfunktion im Immunsystem – Erreger wie Bakterien,Viren und Pilze werden in der Lymphe und des Blutes zurück gehalten. Zink wirkt auch beim Aufbau und Wiederherstellung der Schleimhäute mit, Schleimhäute vom Darm, Lunge und Gebärmutter. Wenn man den Verdacht hat , das der Esel schlecht sieht , er womöglich ängstlich und schreckhaft ist , sollte man auch hier an Zinkmangel denken – denn auch bei der Sehkraft ist Zink wichtig.

Zinkmangel zeigt sich als Haut- und Haarprobleme, beginnend mit mattem Haarkleid, bei schwarzen Eseln oft auch Schuppen sichtbar , Jucken an der Schwanzwurzel, bis hin zum Sommerekzem. Typisch für den Zinkmangel ist vor allem der Juckreiz. Im Bereich des Horns treten Huffäule und Hufwachstumsstörungen auf. Der Zinkmangel äußert sich ebenso in Form von Infektanfälligkeit, Abmagerung und Appetitlosigkeit und schlechte Wundheilung.

Zum Zinkmangel jetzt ****** meine eigene gemachte Erfahrung ******

ich meine nicht die Erfahrung mit der Borreliose.Diese hat mich aber zum Nachdenken und handeln aktiviert – vor ca.1,5J kam meine Langhaar Minieselstute Sabrina Sabrina über „den großen Teich“ zu mir. Sie hatte von Anfang an Pickel an den Innenschenkeln der Hinterbeine und in der Achselhöhle der Vorderbeine. Zu Beginn des letzten Winters bekam ich Angst,das es wohl doch ,wie der TA meinte,eine Pilzinfektion ist. Aber Pilz bei einem Langhaaresel ist nicht so angenehm und deshalb ließ ich sie impfen. Waschungen mit Imaverol hatte sie schon einige hinter sich. Meine letzte Hoffnung war die Impfung ,die aber nichts an den Pickeln veränderte. In diesem Sommer ,während der Weidezeit,wurden sie etwas weniger,aber waren nicht weg. Zum Herbst nahmen die Pickel wieder zu und ich, durch die Erfahrung von meinem an Borreliose erkrankten Bolonger, cremte sie mit Zinksalbe ein. Die Pickel verschwanden nach und nach,das Blutbild ergab eine geringe Unterversorgung mit Zink. Sie bekommt jetzt eine Weile Zinkokehl/Sanum. Ich bin froh, so gehandelt zu haben – Sabrina hat nicht mehr das Jucken,die Pickel sind weg.

Wie kommt es zum Zinkmangel ? ************* ZITAT — Frau Dr.Weyrauch –

Wie wird der Zinkbedarf gedeckt?

Ausgehend von einer Heu bzw. Weidefütterung kann von einer Trockensubstanzaufnahme von 1,2 Kilogramm Heu bzw. Weidegras pro 100 Kilogramm Körpermasse ausgegangen werden. Der Gehalt an Zink im Heu betrug in den 70iger Jahren noch etwa 28 Milligramm pro Kilogramm, heute jedoch sind Werte über 22 Milligramm pro Kilogramm Trockenmasse Heu nicht mehr zu erwarten, es werden vielerorts auch Werte unter 16 Milligramm pro Kilogramm Trockenmasse Heu gemessen.

Das heißt, dass ein 600 Kilogramm schweres Pferd den Zinkbedarf mit Heu nicht einmal mehr zur Hälfte decken kann. Das ist problematisch, da die Heufütterung derzeit sehr beliebt ist und immer weniger Hafer (Getreide mit dem höchsten Zinkgehalt, etwa 35 Milligramm pro Kilogramm Trockenmasse) gefüttert wird. Gerste und Mais enthalten nur rund 30 Milligramm pro Kilogramm. Aber wer füttert seinem Pferd mehr als drei Kilogramm Hafer pro Tag?

Handelsübliche Müsli- oder Pelletfutter verfügen nur selten Zinkgehalte über 120 Milligramm pro Kilo und dienen nur dazu, den Mindestbedarf an Zink zu decken. Zu erwähnen bleibt, dass die Verfügbarkeit von Zink aus pflanzlicher Nahrung sehr begrenzt ist und meist an unlösliche Phytate gebunden ist. **************** ZITAT Ende

Im obigen Zitat wird von Pferden ausgegangen , aber zum Esel besteht kein Unterschied. Seine Heu-/Grasfuttermenge ist zwar geringer, aber im Verhältnis gesehen wird sein Bedarf genauso wenig gedeckt wie der des Pferde. Wenn man dann noch den Esel auf Diät hält, ist ein Zinkmangel vorprogrammiert. Hauterscheinungen wie Ekzeme, Pilzerkrankungen – eben ein schlecht funktionierendes Immunsystem, ist die Folge. Ekzeme sind meist auch die Folge vermehrter Gifte aus dem Verdauungstrakt, denn Gifte  werden auch über die Haut ausgeschieden. Die lmmunsituation eines Körpers korreliert unmittelbar mit seinem Verdauungstrakt, das wird schon dadurch dokumentiert als das im Darmbereich die meisten immunkompetenten Zellen des Organismus zu finden sind. Auch treten verstärkt Ektoparasiten wie Milben auf und verursachen die Räude .

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