Haut und Haare (Fell)Skin and hair(fur)

EnglishFrenchGermanItalianPortugueseRussianSpanish

 

Des öfteren bekomme ich Anfragen,eben wenn Eselbesitzer Probleme mit ihrem Langohr haben. .Eine Anfrage betraf das Fell ,den Fellwechel bei Hitze und „muß ich dem Esel helfen? “ und „wie kann ich ihm helfen ?“ Immer habe ich gesagt – der Esel benötigt keine Hilfe beim Fellwechsel ,er braucht schon gar nicht geschoren werden Bürsten reicht aus..Der Esel stellt sich in den Schatten und verhält sich ruhig.                                           In diesem Frühling hatte dann mein Wallach einen schlimmen Pilzbefall,der sich fast über den ganzen Körper ausbreitete.Ich entschloss mich,ihn zu scheren,weil eh fast alles „verpilzt“ war. So bekamen wir die Erkrankung auch schnell in den Griff. Für die Pilzerkrankung war das Scheren des Felles die richtige Entscheidung , aber nicht für die später folgenden Sommertemperaturen von 30/31 Grad ! – Jetzt  hatte er ein anderes  Problem – er hatte Kreislauf – und Herzprobleme . Das hatte er noch nie im Hochsommer gezeigt .Normalerweise will man ja mit dem Scheren dem Esel Kühlung für den Körper geben , aber beim Esel ist es falsch. Er ist nach wie vor für die Wüste geeignet ,wo er mit solchen Extremtemperaturen auf seine Art sehr gut zurecht kommt.  Siehe folgenden Ausschnitt aus der PDF – Skin Disorders of Donkeys

Zitat-

The donkey has for centuries been regarded as a robust and willing servant of man and most veterinarians accept that as a species it suffers rather fewer skin diseases than most other domestic animals. However, this may be more in the perception than the actuality because the donkey tends to show few signs of cutaneous discomfort. The skin of the donkey is well adapted to the rigors of direct sunlight and extremes of heat. The donkey has a specific adaptive ability to cope with desert and other high temperature conditions. They preserve water by sweating against the skin and limit the loss of water by allowing the body core temperature to rise significantly. The latter adaptation allows the donkey to restrict the need for heat loss by evaporation and the cooling under the hair coat maximizes the cooling efficiency of sweating. These properties may give the impression that the donkey’s skin is hardy and able to take almost any insult but quite the reverse is true. Nevertheless, the skin of the donkey may possibly be subject to fewer of the infectious diseases that afflict other equidae.

— Zitatende

Der Esel gilt seit Jahrhunderten als robuster und williger Diener des Menschen und die meisten Tierärzte akzeptieren, dass er als Tierart weniger Hautkrankheiten hat als die meisten anderen Haustiere. Dies kann jedoch mehr in der Wahrnehmung als in der Wirklichkeit sein, da der Esel dazu neigt, wenige Anzeichen von Hautbeschwerden zu zeigen. Die Haut des Esels ist gut an die Strapazen des direkten Sonnenlichts und der extremen Hitze angepasst. Der Esel hat eine besondere Anpassungsfähigkeit an Wüsten- und andere Hochtemperaturbedingungen. Sie bewahren das Wasser durch Schwitzen gegen die Haut und begrenzen den Wasserverlust, indem sie die Körperkerntemperatur deutlich ansteigen lassen. Die letztere Anpassung erlaubt es dem Esel, den Wärmeverlust durch Verdunstung zu begrenzen, und die Kühlung unter dem Haarkleid maximiert die Kühleffizienz des Schwitzens. Diese Eigenschaften können den Eindruck erwecken, dass die Haut des Esels widerstandsfähig ist und fast jede Unglimpfung ertragen kann, aber ganz im Gegenteil. Dennoch kann die Haut des Esels möglicherweise weniger Infektionskrankheiten ausgesetzt sein, von denen andere Equiden betroffen sind.

 

Ähnliches war schon 1969/ 1970  bekannt
Zitat aus Legel, Siegfried. — In: Nutztiere der Tropen und Subtropen

 

  • Esel benötigen weniger Tränkwasser als Pferde. Bei ruhenden Eseln kann der tägliche Tränkwasserverbrauch weniger als 2,5 % der Lebendmasse sein. Der auf 1 kg Lebendmasse bezogene Tränkwasserbedarf eines Esels entspricht unter tropischen Bedingungen etwa dem von Pferden unter gemäßigten Bedingungen.
  • Nach Yousef und Dill (1969) sowie Bullard u. a. (1970) steigt der Wasserbedarf bei Eseln, die in Bewegung (Laufen) sind, im Vergleich zu anderen Nutztieren nur geringfügig gegenüber ruhenden Eseln an. Die Ursachen liegen im geringeren Schwitzen der Esel beim Laufen und darin, dass sich Esel mit ihrer Laufgeschwindigkeit so einrichten, dass die normalen Thermoregulationsmechanismen nicht überschritten werden. 
  • Esel reagieren bis zu einem Körperwasserverlust von 15 % (oft von 23 %) kaum mit einer verminderten Futteraufnahme, wobei der Körperwasserverlust nach zweitägigem Wassermangel 21 % betragen kann.“

 

 Dazu auch aus dem Buch „Eselbuch“ v E.Svendsen  ,ISBN 978-3-8001-7573-4 .      Auch  online zu lesen,Seite 49 , Fell
http://www.amazon.de/Elisabeth-Svendsens-Eselbuch-Svendsen/dp/3800175738/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1372104077&sr=8-2&keywords=eselbuch#reader_3800175738
E.Svendson hat die Beschreibung einfach gehalten , aber auch so,dass keine Notwendigkeit zum Scheren des Esels besteht.
Sie schreibt –
Zitat  –
Das heißt   – das Fell der Esel isoliert bei Kälte und Wärme. Es erklärt auch  ,warum einige unter anderem auch ältere Esel ihr langes Fell im Sommer später wechseln.
.
Die Folge der Anpassung des Esels ist , das seine Körpertemperatur große Unterschiede in sich und zu anderen Equiden darstellt..Diese findest du hier

2 Gedanken zu „Haut und Haare (Fell)Skin and hair(fur)

  1. Pingback: September 2016 | Esel am bloggen

  2. Pingback: Juni 2018 | Esel am bloggen

Schreibe einen Kommentar