Dämpfigkeit (COB)

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******** Dämpfigkeit *******

Die Dämpfigkeit ( auch als chronisch-obstruktive Atemwegserkrankung COA, chronisch- obstruktive Bronchiopneumonie COB,  bekannt ) ist eine chronische Erkrankung der Lunge .Ausgang ist eine chronische Bronchitis. Häufig ist jedoch ein Lungenemphysem die Ursache der Atemnot. Beim Lungenemphysem kommt es zum Platzen der Lungenbläschen und zur Erweiterung der Lunge, wobei die Atemfläche kleiner wird. Da die eingeatmete Luft durch Verlust der Lungenelastizität nicht mehr ausgestoßen werden kann, muß die Muskulatur der Bauchwand zum Ausatmen zu Hilfe genommen werden. Dies wird sichtbar durch die Dampfrinne an der seitlichen Bauchwand. Die Esel haben einen trockenen und, wie es scheint, qualvollen Husten. Die Krankheit gilt als unheilbar.

Klinische Symptome
Als permanentes auffälliges Symptom ist Husten zu nennen, zuerst bei Bronchialerkrankung ist der Husten kräftig und feucht, regelmäßig kommt es zu einer Sekretabsonderung durch die Nüstern ,begleitet von lautem abhusten.Im weiteren Verlauf /Übergang zur Dämpfigkeit wird der Husten tonloser / schwächer und  auch trockener.
Die Leistungsfähigkeit bei Belastung lässt aufgrund mangelnder respiratorischer Versorgung zunehmend ab, rasch erkennbar durch bereits bei geringer Belastung unregelmäßiger, unzureichender, schwerer Atmung.
Kennzeichnendes Merkmal ist darüber hinaus die sogenannte „Dampfrinne“, es kommt infolge erschwerter, krampfhafter (Aus)-Atmung zu gesteigerter Atemfrequenz, infolgedessen spannt der Esel die Muskeln der Bauchregion verstärkt an, sichtbar wird eine Dampfrinne zwischen Bauchmuskel und Rippenbogen.
Folge bei Nichtbehandlung-
Wird eine Bronchialerkrankung nicht oder zu spät behandelt, ist mit der Dämpfigkeit zu rechnen. Es kommt  durch die Überblähung der Lunge samt Lungenbläschen zu einem teilweisen „zerplatzen“ einzelner Alveolen , diese sind von da an komplett zerstört, können keine Atemarbeit/Gasaustausch mehr leisten.Somit ist nur noch verminderte Atmung möglich. Es bilden sich sogenannte Lungenemphyseme.  Eine Heilung dieser zerstörten Lungenbläschen ist ausgeschlossen,  Leistungsfähigkeit und Allgemeinbefinden gehen stark zurück. Langzeitpräparate können die Symptome  lindern.

Meine Erfahrung und Behandlung –    Eselflüsterer

Ich hatte eine Stute mit  COB ,wo alle Anzeichen auf zukünftige Dämpfigkeit vorhanden waren. Es war für sie schon die 3..Bronchitis.Sie wurde  vom TA mit Prednisolon ,Ventiplus, Gentamycin,Equimucin behandelt. Eine Verbesserung war zögerlich zu beobachten.Bei ihr war Stress (Hengst) und  Heu,mit unzureichenden Inhaltsstoffen der Auslöser für die letzte Bronchitis. Hinzu kam,das sie auch extreme Hauterscheinungen hatte,die auch auf ein gestörtes Immunsystem hindeuteten. Zu Anfang hatte ich noch das Heu nass gemacht,aber es machte keinen Unterschied. Da ich ihr auch kein besseres Heu geben konnte,gab ich ihr ein paar Sonnenblumenkerne (10g ?) , weil diese viel Vit E beinhalten.Vit E ist ein Antioxidants.
Da ich schon einmal homöopathischen Erfolg bei der Behandlung eines Lungenemphysems hatte ( beim Esel „Fridolin“, inzwischen 30J 😉 )  ,habe ich alle Register gezogen,um meiner „Witchy“ zu helfen. Sie wurde von Anfang auch homöopathisch versorgt,welches immer wieder ihrem Zustand angepasst wurde. Sie kam wieder in ihre Herde  .Hier gab es wenig Stress und so konnte sie sich besser erholen.Nach einer Akupunktur löste sich sämtlicher Schleim in der Lunge,in den Bronchien und sie hatte ganz schön zu kämpfen.Eins war und ist sehr wichtig – das Abhusten.So lief sie oft  mit Schleim ,der aus den Nüstern lief und hustete gut sehr viel ab. Es hat ein paar Wochen gebraucht,bis die Lungengeräusche und die Bauchatmung  weniger wurden . Ich habe dann alles gegeben,was das Abhusten fördert.
Jetzt ,nach ca 8 Wochen  hustet sie nicht mehr,die Lunge ist  ohne Geräusche ,sie hat keine Bauchatmung mehr.Auch bekommt sie seit 3 Wochen Heu frischer Ernte ,was  ihr sehr geholfen hat bei der Genesung .Ihr Immunsystem  arbeitet wieder gut.Man sah jetzt täglich eine Besserung.Die Hauterscheinungen sind auch weg. Da spielten aber auch die Sonnenblumenkerne eine Rolle.Siehe hier
Sie wurde die letzten 4 Wochen nur noch homöopathisch behandelt.Bis auf ein paar wenige Mittel waren die meisten abgesetzt. Das in meiner folgenden Liste als zuletzt genannte Mittel ,Petasites comp., wird sie noch einige Wochen bekommen. Es ist ein sehr stark wirksames Mittel ,welches ich unbedingt empfehlen kann .Meiner Ansicht nach ist sie nur dadurch ,zusammen mit dem neuen Heu , wieder gesund geworden. .

Behandelt habe ich mit Folgendem –

Mucosa.comp ad.us.vet.- Heel
Coenzym.comp.ad.us.vet.- Heel
Lymphdiaral Basistropfen- Heel
Engystol – Heel
Galium-Heel Tropfen – Heel
Petasites comp Globuli von Wala

Petasites comp ist aus der Petasites hybridus (gewöhnliche Pestwurz) gewonnen .Man kann die Pestwurz auch als reine Kapseln oder Tabletten geben.

Auch hier gibt es noch gute Behandlungsratschläge.

Nachtrag 01.06.2017

Witchy wurde in den letzten Jahren mit einer kleinen Dosis (2 x tgl 5 Globulis) Petasites comp von Wala durchgehend weiter behandelt.Sie hat weder Husten noch Lungengeräusche.Sie ist gesund. 🙂

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