Heu und Extrafuttergaben

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Heu und Extrafuttergaben –  notwendig ?

Meine Erfahrung und Meinung dazu.
Immer und immer wieder kommt die gleiche Frage – was oder kann ich das …… meinem Esel zum Heu noch geben? Ist es notwendig ?
Da wird nach Mash für Fohlen!! gefragt , andere wiederum haben schon zu dicke Esel, denen sie die Heumenge  kürzen,damit der Esel abnimmt ,aber dann bekommt der Esel als Zusatzfutter Sonnenblumenkerne und baut so seine Fettdepot´s weiter auf,Specksattel a d Schwanzwurzelanstatt ab. Das ist in meinen Augen paradox . Es wird einfach nicht ausreichend nachgedacht und informiert , weil Menschen (allgemein) dazu neigen,  ihre Liebe durch Verwöhnen mit Extrafuttergaben ihrem Tier zu zeigen .                                           Ist das richtig ?     Nein,es gibt weitaus mehr,womit man dem Tier zeigt, das es geliebt wird.                                                                                                                                        Ist es notwendig ?   Nein, ein gesunder, erwachsener Esel ist am gesündesten und auch am glücklichsten, wenn er ausreichend artgerechtes Heu zur Verfügung hat und nach getaner kleiner erbrachten Leistung eine Extragabe Heu bekommt.. Sämtliches Extrafutter und sind die Gaben noch so klein, bringen durch ihre Inhaltsstoffe den Stoffwechsel des Esels durcheinander. Man sollte die Inhaltsstoffe und deren Wirkung beim Tier immer wissen ,um zu sehen, ob beim Tier eine Notwendigkeit besteht. Wenn man sich nicht sicher,kann man auch mehrere Blutbilder machen lassen,um den Mineralstoffwechsel  des Esels in etwa zu bestimmen. Ist auf jeden Fall besser,wie unüberlegt irgend ein Zufutter zu geben.So kann es bei der Gabe von Sonnenblumenkernen sogar zum  Durchfall kommen, als Folge davon eine Dünndarmverklebung  geben ,die dann zum Tod des Esels führt  Heu ist ganz einfach das natürlichste Futter überhaupt. Außerdem speichelt das Eselchen beim Heu mehr ein, muss mehr kauen wie bei Hafer,Gerste und Co,, was sich dann positiv auf die Verdauung/Gesundheit  auswirkt.verdauungssystem-verdauung-esel
Wann  ist ein Extrafutter notwendig ?  Das ist für kranke Esel, für  Esel im Wachstum  ( bis 4J beim Normal/Miniesel von 0,80- 1 m  , bis  6 J beim Groß/Riesenesel,von 1,30-1,50m) , eventuell ,je nach dem,welches „Vorleben“ er hatte,  bei alten Eseln ab ca 20/25.Lebensjahr und bei Eseln,die konstant (täglich,Zucht) etwas leisten müssen. .
Was gibt man Esel im Wachstum ?    Esel im Wachstum sollten dem Alter entsprechendes Futter bekommen .Es ist von den Inhaltsstoffen /Mineralstoffen her der Wachstumsphase angepasst.
Was ist für alte Esel passend ?   Hatte der Esel bis lang ein gesundes Leben,eine gesunde Lebensweise, kann er so lange,wie er noch Zähne hat, Heu fressen und als Zusatz  Futter für Senioren evtl auch Mash,Gerste usw,je nach dem ,wie fit er noch ist, bekommen . Wenn er nicht mehr alle Zähne hat,kann man die vorher erwähnten Zusätze auch mit eingeweichten Heucobs füttern. Alte Esel haben auch einen höheren Bedarf an Mineralien.
Wann besteht keine Notwendigkeit für Extrafuttergaben ?  Alle Esel,die im Alter von 4 J /6 J  bis zum Alter von 20/25J sind,sind erwachsene Esel .Wenn sie nicht täglich   „arbeiten“ müssen ,reicht es, ihnen artgerechtes Heu  Heurundballenund im Sommer stundenweise Weidegang zu geben. Dazu stellt man ihnen noch gutes Futterstroh, Zweige und einen Mineralleckstein zur Verfügung.

Kräuter

Kräuter sind vitamin- und mineralstoffreich und somit ideal für die Fütterung geeignet ,das wird von den meisten Eselbesitzern gedacht.
Obwohl nicht per Definitionem ausschließlich als Heilpflanzen ausgewiesen – schließlich ist die Sorten- und Artenvielfalt praktisch unbegrenzt – enthalten die meisten Kräuter arzneimittelwirksame Bestandteile.
Wer robuste gehaltene Esel auf entsprechend bewachsenen Weideflächen beobachtet, wird feststellen, dass die Tiere  i.d.R. ein gesundes Selbstregulativ bei der Aufnahme von Kräutern entwickeln. Dabei hilft ihnen ihr Instinkt. So werden bestimmte Kräuter über einen langen Zeitraum hinweg gemieden – und auf einmal und übergangslos gerne gefressen, obwohl das Angebot an anderen Gräsern nicht verringert wurde.
Hier sollte auch der Mensch nicht grundlos eingreifen; Kräuter sollten daher ausschließlich bei tatsächlichem Bedarf gezielt zu gefüttert werden und können daher keinesfalls als genereller Bestandteil von Fütterungsempfehlungen gelten.

Eselflüsterer Kleine Erfahrung meinerseits
Eine meiner Zuchtstuten bekam im Frühling einen Asthmaanfall durch Stress,der 3.bei ihr. Um ihr Immunsystem zu unterstützen,gab ich ihr einige Gramm (10 ? ) Sonnenblumenkerne zum üblichen Futter. Sonnenblumenkerne enthalten sehr viel Vit E ,welches ein Antioxidans ist. Zu Anfang war es gut für sie und sie meisterte ihre Situation sehr gut.Nach einer Akupunktur ging es ihr schlechter ,sie wollte die Kerne nicht mehr,.Ich war froh,das sie überhaupt etwas fraß. Wie sie sich wieder etwas erholt hatte und langsam wieder aufbaute,ließ ich  die Sonnenblumenkerne weg.Ich wunderte mich,das sie sich  überall juckte,Hauterscheinungen zeigte,Blasenprobleme (Schmerzen) hatte.So ließ ich ein Blutbild machen und war von dem Ergebnis etwas überrascht – ihr Selenwert lag bei 250 ,normal ist bis 150. Ich hatte sie weiter normal ,nach den Sonnenblumenkernen ,mit Mineralfutter versorgt. Der Selenlevel war durch den Vit E Gaben durch die Kerne sehr hoch.Nachdem keine weiteren Gaben Vit E gegeben wurden,blieb aber der Selenlevel auf dem hohen Stand. Ihr Stoffwechsel war in „Unordnung “ geraten durch meine gut gemeinten Gaben.

Also keine Extrafuttergaben,auch wenn es gut gemeint ist. Es kann den Esel umbringen.

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