Juni 2018

Der Juni begann so schön wie der Mai geendet hat .Strahlende Sonne,azurblauer Himmel,Temperaturen bis 36 Grad im Schatten.Für Norddeutschland eher ungewöhnlich,schnell kann es sich ändern,darum genießen und nicht meckern. Die Esel haben sich angepasst und sehr spät angefangen mit dem Fellwechsel.Warum spät ? . fragt sich der eine oder andere.Ganz einfach – die Esel haben eben ihr besonderes Fell, welches kleine Luftpolster dazwischen bildet .Diese schützen bzw isolieren vor Kälte und vor zu viel Wärme. Scheren wäre also kontraproduktiv. Zu dem schützt das Fell auch vor Insekten.Wärend alle noch im Auslauf ohne Weidezugang waren,habe ich viele frische Äste mit frischem Laub,Klebkraut ,frischen Disteln –             herangeschleppt.Schmeckte allen sehr gut,auch wenn es 30 Grad war.Habe dann nach und nach die Weiden eingezäunt,sind immerhin 3 Gruppen und die Hengste dürfen ja nicht neben den Mädels stehen. Die Kühe durften schon gleich Anfang des Monats aufs gesamte Stück und bezogen sofort wieder ihren speziellen Liegeplatz.Es stehen dort etwas erhöht Holunderbüsche ,das ganze ist weiter im hinteren Bereich der Weide.Sie wissen ganz genau,wo es am besten für sie ist – .Holunder gegen Insekten ,auch Schatten spendend und zu dem weht dort immer ein kleines Lüftchen.Wenn es dort doch zu viel Sonne  ist, kommen sie wieder nach vorne und stehen an ihrem Wasserloch im Schatten. Dann bin ich die Weide nochmals abgelaufen und habe mich nach JKK umgesehen.Wurde fündig und habe es auch gleich entfernt.Meine Esel und Kühe fressen es nicht,weil es seine Ungenießbarkeit durch einen roten Stengel und durch einen „stinkigem“ Geruch signaliesiert.. JKK streut und vermehrt sich,sobald es blüht..Denn dadrüber laufen  auch die Tiere und verteilen so den Samen.Es blüht zwar noch nicht, einige waren durch die Trockenheit sogar schon trocken.Wenn ich jetzt die Esel täglich wieder nach Hause hole,wird mich die Grabforke begleiten.Es ist bestimmt noch mehr JKK da,eben durch die Trockenheit noch klein,aber schon kurz vor dem Blühen.

Am 8. des Monats war es denn endlich soweit – die Hengstgruppen durften auf die Weide .Alles problemlos.           Für die Mädels war der nächste Tag geplant und wurde auch so gemacht.Auch wenn es 36 Grad im Schatten war, waren  die Damen nicht abgeneigt. Hinzu kam ,das einige in Rosse waren .Das war denn auch der Punkt,wo sie ,im Gegensatz zu den Hengstgruppen,die Weide dann erstürmten.                              Die Eselkinder ,Rico ehemals Ritchi   und die 1jährige Ria ,das erste mal ohne Mama ,blieben mit Starlight zurück. Sie waren unsicher und hatten Angst,weil die Kühe auch da waren.   Also bin ich bei brütender Hitze durchs lange Gras (ca 70cm) nach hinten zu den Mädels maschiert und habe sie nach Hause dirigiert .Etwas irritiert folgten sie aber ,Auslauf erst mal wieder zu und mit Litze ein kleines Eck auf der Weide abgetrennt. Dann der 2. Versuch – jetzt klappte es ,Rico blieb bei Mama    ,nur Ria traute sich nicht. Immer wieder ein ängstlicher Blick zu den Kühen und dann schnell zu mir . So habe ich sie langsam mit viel Zureden,teilweise schieben, zum Ausgang des Auslaufs dirigiert.  Sie überlegte dort einen Moment und entschloß sich dann ,zu den anderen zu gehen. 

Die Hitze war weder für meine alte Peggy (28J) noch für die anderen  ein Problem.Sie sind ja geschützt durch ihr Fell.Abends waren aber alle müde.     Die Stuten durften denn am Montag auf die ganze Weide ,jetzt lief wieder alles ruhig ab.  Nach einem Regenschauer war auch die Temperatur wieder im normalen Level.So wagte ich auch noch eine Runde über die Weide.Ein Reh war eingedrungen und hätte bestimmt den Tod gefunden.Es hatte sich im Draht mit dem Hals verfangen.Ich habe es dann befreit,konnte es nur nicht halten.Abends um 21Uhr hat es endlich wieder raus gefunden.Habe dann noch nach JKK gesehen und war total erstaunt – ich fand Pflanzen ohne Blüte,teils schon ohne Blätter – Ich habe in diesem Jahr zum ersten Mal kleine „Erntehelfer“. 🙂  Raupen des Jakobskreuzbär hatten schon ordentlich gefressen. Ich brauche nur noch von einigen die Wurzeln entfernen,denn die werden sie bestimmt nicht fressen. Aber eine Pflanze werde ich lassen,da ich den vorhandenen Raupen  auch   Futter bieten möchte.Die Falter sehen in meinen Augen wunderschön aus. Außerdem ist dies keine Mähwiese und meine Tiere meiden die Pflanze instinktiv. Im trockenen Zustand hat das JKK nicht nicht mehr den bitteren Geschmack,verliert aber nicht an Giftigkeit.                                       
                                             

Und jetzt kann auch ich den Sommer genießen.        🙂

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