August / September 2014

 

Der August bis in den September war mit vielen Ereignissen gespickt. Für mich bedeutete es auch mit vielen Umstellungen,viel Arbeit und vielen Emotionen.

In den Eselstallungen tummelten sich  noch meine „Sommergäste“ – die Schwalben. Aber in diesem Jahr war alles etwas anders. Ich fand fast täglich ein aus dem Nest gefallenes Jungtier       

.Manche konnte ich zuordnen und auch retten,manche fand ich dann am nächsten Tag tot im Stall. Es hatte wohl mit dem Wetter zu tun, denn hier oben im Norden gab es wenig Fliegen und Co. Der Mensch braucht keine Fliegen ,aber manche Tiere leben davon ,wie eben auch die Schwalben.
Durch das doch recht trockene Wetter wuchsen hier auch die Kräuter sehr gut. Brennesel wucherten so stark, so dass ich sie mehrmals mähen mußte. Da drüber freuten sich natürlich die Esel. Sie wurden alle mit Wonne verspeist . DSCN2273 Auf der Weide wuchsen Mariendisteln   ,von denen  schon die Esel- Oldies  und Kühe naschten. Alle Tiere wissen instinktiv  schon,was ihr Körper braucht. Haben sie die Wahl ,nehmen sie das richtige in angemessener Menge. Den Rest der doch stacheligen Pflanze schnitt ich ab und servierte sie den Ministuten.


Bei den Hühnern gab es auch ausnahmsweise Nachwuchs- hoffen wir mal,das es Hühner und keine Hähne sind. DSCN2253 Auch die Wildtiere am Hof,unsere Igelfamilie hat Nachwuchs . Wieviel kann ich nicht sagen,gesehen haben wir, dank unserem Timmy, ein Igelbaby von gerade mal  10 cm Größe mit Stacheln. 🙂  Unsere Eichhörnchen sind auch schon fleißig am Haselnüsse sammeln. Unser Haselnussbusch ist schon  leer. Morgens kommt ein Hörnchen sogar bis zur Haustür. Leider gibt es keine Fotos von den Igeln und  den Eichhörnchen.
Bei den Eseln kam zum Ende des Monats August eine große Umstellung – meine beiden Großesel, Jack Frühling 2014Jack und Mickey Mouse DSCN1946 zogen um  in ihr neues Zuhause.Es war für mich seeehr schwer,denn Jack war hier immerhin fast 25 J  und  Mickey ist hier vor 15 J  geboren und war mein Flaschenfohlen. Es war für mich das erste Mal,das ich so lange hier gewesene Esel abgab.. Erst nach ein/zwei Wochen merkte ich die Arbeitserleichterung. Jetzt freue ich mich,wenn von den neuen Besitzern ab und an eine Mail mit neuen Nachrichten oder Fragen kommt. 🙂

Zum Ende des Monats August kam ja noch mein zuletzt importierter  Minieselhengst. 🙂
Nach längerer Suche und vielen Anfragen in Amerika habe ich mich dann an die mir schon bekannte Züchterin in Pennsylvania gewandt.Von ihr habe ich Trl´s End Sabrina und war nicht enttäuscht worden. Die meisten Fohlen bei ihr mußten noch geboren werden. Laura, die Züchterin hat mir dann einen Hengst angeboten ,den sie für ihre Zucht vorgesehen hatte. Geboren im Oktober 2013.Razzle mit 1 Mon Er vereinte die Vorfahren und Gene ,die ich mir vorgestellt hatte. Kurzfristig meldete sich bei mir dann noch eine Interessentin aus Österreich ,die Miniesel suchte oder auch  Hilfe beim  Import von Minieseln  ..Da ich keine Eselchen mehr zum Verkauf hatte, aber von Laura wußte ,das  sie reduzieren wollte , vermittelte ich zwischen der Österreicherin und Laura in Pennsylvania . Daraufhin  konnte  Laura noch 2 Stuten nach Österreich verkaufen. Mein Kleiner brauchte somit nicht allein zur Quarantäne ,in Quarantäne sein und nicht allein fliegen. So hatten 3 Länder Nutzen und Vorteil von einem gemeinsamen Transport der Esel. Aber es war auch nicht einfach,alles unter einem „Hut“ zu bekommen. Es hat geklappt und am 29.08 landete mein kleiner Trl`s End Razzle Dazzle mit den 2 Stuten in Luxemburg. Endlich konnte ich ihn „knuddeln“, denn 68 cm ist nicht viel für einen Esel, der schon 11 Mon. alt ist. Er wird nie die Größe von SA.Yukon  Jack oder RST Gypsy bekommen, denn er ist ein Micro-Miniesel. Er ist ein zierlicher kleiner Kerl,absolut nicht ängstlich.Vom Hengst-sein aber noch weit entfernt.

So kam er dann in die Stutenherde .Die waren natürlich zu Anfang sehr abweisend und haben ihm deutlich gezeigt,auf welchem Rang er steht. Er hat es schnell verstanden und fügte sich nach knapp einer Woche schon sehr gut ein.
Inzwischen ist „Razzle“ schon einige Wochen hier  – ich möchte ihn einfach nicht mehr missen und freue mich auf Fohlen von ihm..
 Auch im September gab es noch aufregende Momente – so hatte Witchy,die ihr Jährlingsstutfohlen entwöhnen wollte , eine Euterentzündung. Einige Zeit später dann noch starke Hauterscheinungen,welche durch eine bestimmte Fliegenart verursacht werden. Sie hatte etliche Knoten auf der Haut,die mit der Zeit aufbrachen und abheilten. Es sind Larven der Fliege ,die unter der Haut wachsen und dann die Haut aufbrechen lassen. Es entstehen sogenannte „Sommerwunden“.. Da die Fliegenlarven auch in den Esel gelangen, mußte ich mit Ivomec entwurmen.  Danach habe ich erst mal das Immunsystem  der betroffenen Esel gestärkt.Alles in Allem hat den Spuk so langsam zu Ende gehen lassen. Als nächstes krankes Eselchen kam die kleine Yasmin – —                Dazu  aber mehr im nächsten Bericht . 🙂