Juni 2013

Der Mai ging zu Ende und ich war noch voll dabei ,die Weiden für die Esel herzurichten. Für die Kühe das Eck war schon fertig,da mußten dann noch meiner Omimi- Kuh ,die ,die  im Winter 2 x festgelegen hatte, die Klauen gemacht werden (in Narkose) und dann konnten sie auf die Weide.Die Freude war groß ,die 2 –  10 jährigen,Marie und Seven,stoben erst mal über ihre Weide.

Kuhpower

Kuhpower

Inzwischen wurde dann noch RST Yaro geboren,was praktischerweise während der Fütterung geschah.Die Fohlen waren jetzt komplett

RST Yaro,das zuletzt geborene Minieselfohlen 2013

RST Yaro,das zuletzt geborene Minieselfohlen 2013

. Und da das Wetter besser wie im Mai war (ohne Regen) kam ich auch gut mit meinem Einzäunen voran.Am 6.Juni war es denn so weit,das Gras hatte inzwischen auch die richtige Länge – nicht kurz ,knackig grün und voller Proteine,sondern lang,blühend ,teilweise schon trocken und holzig.So waren auch keine Darmstörungen wie Durchfall und Blähungen zu erwarten. Ich konnte die Esel schon beruhigt 1 – 2 Stunden im Gras lassen. Bei allen erwachsenen Tieren gab es keine Probleme ,nur meine diesjährigen Fohlen hatten noch Angst vor dem unbekannten Gras und wollten nicht so richtig da hinein.Ich war froh,das eine Freundin hier war und mir bei den Kleinen geholfen hat. Die Eselmamas freuten sich nämlich auch und vergaßen ein wenig ihre Aufgabe als Eselmama. Aber mit 2 Personen haben wir es nach einiger Zeit geschafft,so dass dann  die Eselmütter wieder die Aufgabe der Fohlen-Aufsicht übernommen haben. Nach ca 2 Stunden  zurück zum Stall gab es in der Minieselgruppe keine Probleme mit den Fohlen Bei den anderen Gruppen gab es eh keine Probleme,sie kannten den Turnus noch aus den anderen Jahren und gingen teilweise auf Zuruf  zurück zum Stall. Ein paar Tage später gab es denn doch noch einen bzw zwei kleine  „Zwischenfälle“ bei den Ministuten –
Ich sitze gerade noch beim Tässchen Tee und wollte danach den „Weideabtrieb“ machen , kommt die Nachbarin – “ es laufen Esel auf der Strasse“!!   Ich hoch gesaust
und hin (es war 18 Uhr,2 Std um) – saust mir auf der Straße klein Yogi mit Mama
Cream  und Yasmin mit Mama Witchy  entgegen..Ganz aufgeregt –
denn die Pforte nach Hause war ja noch zu !.Die Nachbarin sagte – „sie sind schon ein paar Mal auf der Straße hin und her gerannt“. Ich vorne die Litze über die Straße gespannt (Yogi freute sich wie immer,wie er mich sah) zur Weide gegangen und mit der hinteren Litze dort die Straße abgesperrt und dann sausten alle nach Hause.

So sieht es aus,wenn Mama Cream mit Sohnemann Yogi nach Hause flitzt.

So sieht es aus,wenn Mama Cream mit Sohnemann Yogi nach Hause flitzt.

Passiert ist es wohl ,weil der Yogi mit Yasmin auf der Weide geflitzt ist und da zur Straße  kein langes Gras war als Grenze,sie die Litze noch nicht als Grenze sahen ,sind sie auf der Straße gelandet und die Mamis todesmutig und aus Sorge hinter her. Dann sind sie immer vom Hoftor und zurück zur Herde/Weide geflitzt.

Yaro und Mama Star am Hoftor -

Yaro und Mama Star am Hoftor –

Der nächste kleine Zwischenfall  war 2Tage später – Wollte wie gewohnt die Minimädels mit ihrem Nachwuchs auf die Weide bringen,dazu muss ich immer die Dorfstraße absperren mit weißer Litze .Die 2 erst geborenen Fohlen kannten es schon,nur Yaro – Star´s Sohn , hatte sich bisher noch stark an Mama gehalten, wurde aber jetzt auch „flügge“.Das hieß,er dampfte  mit Eselpower auf der Straße los und übersah prompt die 2.Begrenzungslitze auf der Straße. .Litze am Boden,Mama Star stand unschlüssig daneben,die anderen schauten ,waren aber schon auf der Weide,Shulu,die Leitstute guckte und denkt,muss ich doch auch hin.Wo Shulu hingeht,gehen alle hin.Ich war ganz ruhig hinzugekommen,alle guckten mich an,unschlüssig und Shulu bestimmte die Richtung weiter auf der Straße.Ich war dahinter und dann ist es zwecklos , vor eine Herde zu kommen bzw sie zu bremsen.. Die Esel sind schneller, sie flitzten wie die Hasen.Ich bin dann nach Hause auch geflitzt,ins Auto und mit Bleifuss 3km über die Hauptstraße in den Nachbarort,um sie von
vorne zu bremsen. Auf halber Strecke auf dem Weg durch die Felder in Richtung
meines Wohnortes steht bzw fuhr ein Auto an ,ich die angehalten ,gefragt ,kurz erzählt –
„ja,die Esel sind da vorne „.Plums,ein Stein,zentnerschwer,fiel mir von mir ab.Sie
waren ,statt die Kurve nach 500m links rum , gerade aus auf ein abgemähtes Weidestück vom Bauern,ca 4/5ha groß,gelaufen .Waren ganz am Ende am fressen.Ich habe die Leute
gebeten,sich auf dem Weg in Richtung Moor zu stellen und stellte selber mein Auto quer auf der Straße zum Nachbarort .Bin dann um die Herde im großen Abstand herum gelaufen (kommt man von hinten bei einer Herde,ob Kuh oder Esel,laufen sie weiter),um vor „Shulu“ zu kommen.Saphir wollte schon zu mir,aber Shulu lief  weiter und sie mit. Wo ich dann die Meute vor mir hatte,habe ich richtig laut und kräftig ihre Worte – “ Shulu,ab,nach Hause ! „-
gesagt.Sie guckte mich an,drehte um und der ganze Mob stob von dannen.Liefen
dann wieder auf der Straße Richtung Heimat.Sind noch mehr kleine Wege die
abzweigen,aber ich war mir ziemlich sicher,das sie nach Hause laufen- entweder
zum Stall oder auf ihre Weide.Die Helfer habe ich dann noch kurz informiert
,falls sie doch abdrehen und zur Straße gelangen,aber entweder sie waren
fremd oder hatten es nicht kapiert.Jedenfalls bin ich ins Auto,wohl gemerkt ziemlich
ruhig,ging gar nicht schneller, und zurück gefahren über die Dorfstraße hinter den Eseln  zur Weide .Siehe da,alle waren friedlich am Fressen auf ihrer Weide ! Haben mich kurz angesehen,fragend – War was ?

Ein friedliches Bild - aber wehe,sie kommen vom Wege ab .........

Ein friedliches Bild – aber wehe,sie kommen vom Wege ab ………

Wie ich dann die Weide zu machte, hörte ich ein Scheppern – die netten Helfer hatten die 2.Litze wohl nicht erkannt und hatten gleich den Briefkasten vom Zaun gerissen, obwohl ich vorher darauf hingewiesen habe !!

Es gab einige Tage lang noch ein Betthupferl in Form einer „Brennesselbar“ ,was mit Wonne verspeist wurde.

Brennesselbar voll

Brennesselbar voll

Da  Bolo erst seit 1 Jahr Wallach war , musste ich in einer 4 stündigen Aktion noch ein extra Stück Weide  abtrennen -. Er tönte nur mit Luster um die Wette,

Brennesselbar - 1 Stunde später :o)

Brennesselbar – 1 Stunde später :o)

also gab es jetzt  größeren Abstand der beiden Gruppen. Außerdem mussten Arnica und Bolo zunehmen und bekamen Tag und Nacht Weidegang. Musste sehen,wie das funktionierte,denn Peggy,die auch in der Gruppe ist , wird sehr schnell dick. So ging der Juni friedlich zu Ende. Weitere große Sorgen gab es dann im Juli……….