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- Eselangebote….. (1)
- News (4)
Januar / Februar/ März 2012
27.2.2012 von Atti.
Schon der Dezember bescherte uns Regen,Regen,Regen und Weihnachten war nicht wirklich Weihnachten.Den Eseln gefiel das Wetter noch weniger wie uns Menschen . Sie sind nun mal Tiere der Trockenheit als ehemalige Wüstenbewohner. Sir brauchen Sand und Sonne zum Wohlfühlen. In der Zeit,wo es regnete, gab es so gut wie keine Sonne und trockenen Sand zum Wälzen noch weniger. Die Folge war, das einige , die vorher schon leichte Probleme des Immunsystems zeigten, Hauterscheinungen bekamen. In erster Linie die Stute,die im Herbst eine Totgeburt hatte. Es war ein Pilz mit bakterieller Beteiligung. Es bildete sich Eiter auf der Pilzstelle und da wo der Eiter über das Fell abfloss, verklebte er alles . Danach fiel das Fell aus und es zeigt sich nackte Haut. Inzwischen war hier alles unter Wasser , die Sommerwiese ein See, durch Sturm waren einige Bäume gekippt
- es sah chaotisch aus . Die Kühe standen teilweise bis zum Bauch in Matsche,
aber ändern konnte ich es nicht. Wir wohnen in Moornähe und müssen damit fertig werden. Wir pumpten Wasser ab,so weit es möglich war-die Pumpen liefen heiß.Dann die Nachricht - Frost im Anmarsch ! Ich schaffte es gerade noch die Pumpen rein zu stellen. Ansonsten hatten alle ein Dach über den Kopf und konnten trocken schlafen. Inzwischen waren noch ein paar Pilzkandidaten bei den Eseln.Die hatten es aber ausschließlich über Kontakt bekommen. Waschen konnte ich meine Mädels bei den Temperaturen wohl nicht richtig und so schnitt ich die vom Pilz befallenen Stellen frei und machte sie nur in dem Bereich nass mit Imaverol. Futter mäßig stellte ich auch noch um und 14 Tage später hatte ich den Pilz im Griff. Genaue Behandlung des Pilzes werde ich noch unter Gesundheit schreiben.Inzwischen war es sehr kalt geworden und sämtliche “Seen”waren gefroren. Ich schaffte wie verrückt Heu in den Stallungen und war froh,das kein Esel fror.Ihnen war das Wetter unangenehm (mir auch) ,aber es ging ihnen gut. Die Kühe bekamen auch 2 x am Tag Heu, dazu mußte ich immer auf die Wiese. Mittags war ich um 13 Uhr 30 im Haus und machte eine kurze Pause.Meist so gegen 16Uhr bekamen die Kühe ihre 2.Runde Heu,ich machte dann das Wasser eisfrei und füllte es neu auf.Danach war es dunkel. So auch an dem Tag,wo ich die kleine Pearl fand. - mein jüngstes eseliges Familienmitglied, sie ist ein sehr forsches,neugieriges und aufgewecktes Eselkind von 5 Mon. Sie spielt unendlich viel mit ihrem Halbbruder “Filou”. “Pearl” ist ganz einfach eine “Perle”. Im Auslauf der Esel war auch ein großer See entstanden,da sauste Pearl vorher mit Wonne durch.
Jetzt aber war der See erstarrt und eine Eisfläche.Wie jeden Tag mache ich zur Mittagszeit die Aussentür auf,damit auch das ältere Semester (21J und älter) raus in die Sonne konnte.So auch an dem Tag .Ich war bis ca 14 Uhr vor Ort und bin dann rein,selber Pause machen.Während meiner Pause ,so nach ca 1 Std hörte ich 2 x I A ,was im Moment nicht so oft ist.Ich dachte an meine Hengste und machte mir bei dem 1.Rufen keine Gedanken,1/4 Std später wieder “I A”,ich raus ohne groß anzuziehen,ich sah und hörte in dem Moment nichts,zog mir aber dann doch meine Jacke etc an,weil ich so wie so den Kühen die 2.Runde Heu bringen mußte . Wie ich auf die Weide zu den Kühen kam, sah ich das,was die anderen,vorwiegend wohl Mutter “Peggy” rufen ließ - Pearl hatte wohl wieder mit Filou gespielt und war aufs Eis geraten,war ausgerutscht und kam nicht mehr hoch. Sie hatte jetzt wohl schon ca eine Stunde liegend auf dem Eis verbracht und war von unten eisig kalt und hatte an den Hinterbeinen und am Schwänzchen im Fell schon einige Eiszapfen.Ich habe ihr dann erst mal hoch geholfen und langsam Richtung Stall gebracht.Abgetrocknet ,Arnica und Futter gegeben, schnell Decken geholt und eingedeckt.Filou war immer dabei und ließ ihr keine Ruhe - auch dadurch kam wieder ihre Durchblutung in Schwung.Abends gab es noch ein paar Socken für die nassen Beinchen und ein schönes Strohlager.
Nach dem Zwiebelprinzip war sie eingepackt. Am nächsten Morgen lagen die Decken noch genauso und ich konnte sie,weil ihre Temperatur wieder normal war, auspacken.
Für mich,die wirklich fast 8/9 Std pro Tag bei den Tieren ist,war es ein ganz schöner Schreck.Pearl ist wieder fit,wäre ich aber erst zur Abendfütterung um 20 Uhr gekommen,hätte es wohl anders ausgesehen. Der Frost hielt eine Weile an,so dass ich meine Eselchen viel innere Wärme geben musste.Pearl traute sich nach ihrem Erlebnis allein nicht nach draußen. Da draußen ja auch alles gefroren war,es teilweise bis Minus 20Grad fror,war sie im Stall auch besser auf gehoben. Interessenten für Filou und Pearl besuchten uns, die Langohren und mich .Sie waren begeistert von den beiden und Mitte März hieß es Abschied nehmen. Sie werden in Zukunft im Schwarzwald wohnen.Der Abschied viel mir sehr schwer,aber ich weiß sie dort in den besten Händen.
Der März kam auch mit etwas mehr Sonne und Wärme,wo durch die Esel auch in Frühlingsstimmung kamen. Der Monat verging im Fluge, weil die Tage länger und angenehmer waren und ich draußen einiges tun/aufräumen konnte. Bei der Kälte war einiges liegen geblieben.Auch war es an der Zeit, wieder einige Eselhufe in Ordnung zu bringen. Meine “Pilzeselchen” hatten sich gut erholt und die tragenden Damen wurden rund und runder, die ersten hatten ja auch schon im April Abfohltermin.. Die 1.Stuten kamen für ein Fohlen in 2013 zum Hengst. Ende März kamen dann noch meine 2 Miniesel aus England - Dee Dee (LN Dee Flames Out ) und Smoke
( Markle Black Smoke ). Die beiden waren in sehr guter Verfassung und passten sich super der Herde an.Nur hatten sie wohl über längere Zeit ein zu enges Halfter umgehabt. Die Spuren werden noch länger sichtbar sein. Bei den Minieseln hatte sich ansonsten auch etwas getan - Good Guys Wear White und RST Yara fanden neue Besitzer. Sie werden ab August therapeutische Aufgaben in einem Kindergarten in Österreich haben. Yara wurde Ende März entwöhnt und Witchy,ihre Mutter kam zum Hengst. Da Witchy ein Sensibelchen ist und in Amerika wild aufgewachsen, bekam sie zu Anfang beim Hengst eine Euterentzündung. Sie mußte tierärztlich versorgt werden und überstand die restlichen Wochen bei Luster sehr gut. So verging auch der März schnell.
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RST Mickey Mouse , Großeselstute
4.1.2012 von Atti.
Jetzt ein paar Worte zu Rst Mickey Mouse, die zum Verkauf ist.
Name : RoverStar Mickey Mouse Geb : 07. 10. 1999 Größe: 1,35 m Mickey ist eine sehr liebe sensible Eselstute. Sie ist ein Flaschenfohlen und …
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Dezember
7.12.2011 von Atti.
Der Dezember ist angebrochen und wenn ich bedenke,das ich normalerweise am 6.12. ein Fohlen von Midnight zu erwarten hatte, stimmt es mich traurig. Der November war nicht so hart wie der Oktober. Die Vorhersage des TA´s hat sich bewahrheitet - es waren Bakterien schuld am Tod des Fohlens von Midnight . Sie gelangten wohl durch den Deckakt in die Gebärmutter. Die Gebärmutter ist nur in der Rosse “offen” , bereit den Samen des Hengstes für eine Trächtigkeit zu empfangen. Bei meinen Jungstuten war eine Übertragung durch einen meiner Hengste ausgeschlossen , da sie mit keinem meiner Hengste zusammen waren. Somit konnte es nur der Wallach , den ich zugekauft hatte, gewesen sein. Im Nachhinein ist mir dann auch klar geworden, wieso die andere Jungstute Gebärmutterprobleme hatte und trotz intensiver Behandlung nicht aufnahm. Auch dafür können die Bakterien verantwortlich sein. Denn normale Antibiotika wirken nicht 100 % . Das einzige richtig wirkende ist ein spezieller Impfstoff, der auf die speziellen Bakterien ausgerichtet ist. Damit werden dann alle meine Esel geimpft.
Witchy hatte ja einen Kehlkopfknoten ,wo der TA ein Lymphknotenabszess vermutete. Es entpuppte sich wirklich als Abszess und war einen Monat , nach dem ich die Feststellung gemacht hatte, weg. Meine Freude war natürlich groß, wie jeder sich denken kann.
Der Monat verlief ansonsten recht ruhig .Ich konnte sämtliche Litze und alle Stangen von der Weide entfernen,da dieser jetzt einem englischen Rasen gleicht und Winterpause hat. Die Kühe sind jetzt auch im “Winterquartier” .
Nebenbei bemerkt habe ich jetzt begonnen, den Beginn meiner Esel-Faszination 1984 auf zu schreiben. Der erste Abschnitt ist in Arbeit und wird bald öffentlich zu lesen sein.
Da dieser Monat bei den Eseln ruhig und ohne Besonderheiten ist,wünsche ich heute, am 23.12.2011, allen Lesern dieses Blogs schöne Weihnachten ohne Stress.Denn auch Esel mögen keinen Stress, sie lieben die Ruhe. — In der Ruhe liegt die Kraft. —
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November
6.11.2011 von Atti.
Und wieder ist ein Monat vorbei. Der Monat Oktober war sehr aufregend und dadurch auch recht anstrengend.Langsam nämlich neigt sich das Jahr zu Ende, der Herbst ist da und die Weidezeit ist dann bei mir vorbei. Im Oktober musste alles für die Winterzeit vorbereitet werden,denn im Winter sind alle Esel am Haus, nur mit einem Auslauf. Alle rücken näher zusammen, was bei mehreren Hengsten teilweise ein
Problem sein kann. Die Planung muss stimmen, sonst habe ich im Winter Stress.
Die ersten Tage im Oktober verliefen relativ ruhig, zu dem war auch noch schönstes “Sommerwetter”. Das ist natürlich von allen Langohren begrüßt worden. Auch wir Menschen freuten uns. Zu Beginn der 2.Woche kam dann der erste Stress des Monats - 4 (!) Minieselstuten fraßen abends nicht. Mir war schon beim Holen von der Weide aufgefallen, das die besagten “Damen” recht runde Bäuchlein hatten. Für die “Menge” Gras, die zur Zeit noch auf der Weide ist, war es untypisch . Es waren alles Jungstuten, die normalerweise noch nicht so viel Bauch zeigen wie es bei Altstuten der Fall ist. Meine 1.Reaktion war es, die Darmgeräusche abzuhören. Teilweise mit bloßem Ohr, zur Sicherheit noch mit dem Stethoskop. Es waren schwache Darmgeräusche zu hören, alarmierend schwach. Meine Kleinen hatten eine Verstopfungskolik! Zuerst gab es für alle 4 einen anständigen Schuß Paraffin-Öl (statt Paraffin-Öl kann man sogar Weizenkorn geben), danach 5 Globuli Nux vomica in die Backentasche, danach brachte ich die Süßen in Bewegung. Das letztere war gar nicht so einfach, denn bei den Bewegungen tut ja das Bäuchlein weh. Alle 15 bis 30 Min gab es Nux und viel Bewegung. Nach ca 3 Stunden waren die kleinen “Damen” wieder wohlauf, so dass ich beruhigt ins Haus gehen konnte. Dort erwarteten mich 3 weitere Patienten - 1 kastrierter Kater
und meine beiden Männer mit Grippe.
Wo durch war die Kolik entstanden - in diesem Jahr war allgemein eine schlechte Strohernte und ich bekam außer langem Haferstroh noch Weizenstroh, aber sehr kurz. Normal für Equiden zu kurz. Also nur vermischt füttern. Und nun hatte ich 1 x wohl nicht ausreichend gemischt und schon hatten sich die Langohren voll Hunger das kurze Stroh rein gestopft, weil es ihnen besser schmeckt. An dem Tag war auch noch etwas Regen und es war windig,so dass die Bewegung auch fehlte. So kam eins zum anderen, was ja noch einmal glimpflich abgelaufen war.— -
Nicht immer läuft eine Kolik so glimpflich ab. Eine Kolik, zu spät erkannt bzw. zu spät behandelt, kann ohne Probleme zum Tode des Tieres führen. Koliksymptome sind bei Esel ein wenig anders wie beim Pferd. Ein Esel leidet stumm und ruhig, stellt sich abseits. Er wälzt sich selten. Wenn man den Bauch anfasst, ist er hart und angespannt. Es ist dem Esel unangenehm, eben, weil er Schmerzen hat. Der Esel frisst nicht. Man kann dem Tier sofort Nux vomica geben und dann den TA Bescheid sagen. Bis zum Eintreffen des TA´s kann man das Tier leicht bewegen, Nux vomica kann alle 15 Min gegeben werden. —-
Ich hatte ja noch das Integrieren von Jack und Mickey vor - aber das würde bestimmt nicht angefangen werden, wenn jedes weibliche Langohr, was nicht tragend ist, rossig ist. Jack sollte ja nicht auf Kraft an sein Hengstleben erinnert werden. So mußte ich damit noch warten, bis die Mädels nicht mehr rossten. Eine Woche später ließ ich dann die beiden Großen zu der Normaleselgruppe - Jack fing sich zuerst ein paar Tritte von den Damen ein, danach hatte er Nasenkontakt mit Fridolin, den Chefwallach (27 J) bei den Damen. Ein kurzes Kauen beiderseits, ein schnelles Drehen von Frido und “Kick”, Jack hätte es fast erwischt. Danach sammelten sich die Normalesel und flüchteten auf die andere Seite der Weide. Kein Interesse an weiteren Kontakt! Somit hatte ich jetzt 2 Herden auf einer Weide. In den Stall gingen wohl die Großen, aber dann blieb die andere Gruppe draußen. Also wurden Jack und Mickey zur Nacht wieder in ihren alten Stall gebracht. In den folgenden 10 Tagen änderte sich das Bild nicht, so dass ich das Vorhaben abbrach. Die Größe gehört zur Dominanz und das wissen die anderen auch und wollten keinen Kontakt. Außerdem hatten die Mädels Angst um ihren Nachwuchs, allen voran Peggy um Pearl. Falls Mickey doch noch neue Besitzer findet, wird Jack allein zu den Normaleseln
umziehen. Dann ist die Situation eine andere - 1 Esel wird immer den Kontakt zur Herde suchen und wird sich dieser unterordnen bzw. einfügen.
Pearl hat inzwischen schon gelernt, das es Futter in einem Napf gibt und sie hat sehr gut das von mir angebotene Zuchtfutter gefressen. Anscheinend schmeckt es ihr. Es ist ja auch in dem Alter wichtig, gesund ernährt zu werden. - Fohlen können noch nicht sehr viel Raufutter (Heu) aufnehmen und somit trinken sie verstärkt Muttermilch.Man darf aber nicht vergessen, das die Inhaltsstoffe der Milch nach 2 Monaten nachlassen und die Fohlen nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen versorgt werden. Dabei sind sie im Wachstum. Immerhin wächst ein Fohlen im 1 Lebensjahr 60 % der Gesamtgröße. Wenn zu dem noch Winter ist, können Mutterstute und Fohlen sehr schnell krank werden, weil das Immunsystem nicht richtig arbeitet.
Auch Esel, die arbeiten müssen wie Kutsche fahren, reiten, ausgiebige Wanderungen und auch die, die in der Zucht eingesetzt werden, sollten immer mit gutem Futter wie zB. Zuchtstuten mit Zuchtfutter unterstützt werden. Denn die Zucht ist die größte Beanspruchung für Eselstuten.
In den 10 Tagen habe ich dann zwischenzeitlich schon einige Verbesserungen an den Stallungen (alte Gebäude) vorgenommen - Dachpfannen ausgewechselt, Lampen nachgesehen, Einzäunungen verbessert usw., usw. Wenn dann das Wetter richtig herbstlich mit Regen , Sturm und Kälte wird, werden die Esel nur noch den Auslauf zur Verfügung haben. Sämtliche Litze werde ich dann entfernen und die Kühe dürfen dann überall noch nachsuchen. Irgendwann ist dann auch für sie nur noch der Auslauf da, aber dann ist schätzungsweise Winter.
Zwischenzeitlich hatte Sabrina ihre 1.Pilzimpfung bekommen. Sie hatte nämlich einseitig starken Hautpilz, den ich mit Waschen nicht in den Griff bekam. Merkwürdig war, das es bei ihr nur einseitig gewesen ist. Mir ist aufgefallen, das sie grundsätzlich nur auf der anderen Seite liegt, so dass diese immer vom Sand geschützt ist. Daran erkennt man schon wieder, wie wichtig es ist, das die Esel sich wälzen können, im Sand wälzen können. Der halbe Monat war jetzt um und hatte schon ausreichend Aufregendes gebracht, die nächste Hälfte vom Monat Oktober wurde aber noch heftiger.
Fortsetzung kommende Woche ……
Wie versprochen die weiteren Ereignisse des Monats Oktober.- An dem Tag,wo Sabrina die Pilzimpfung bekam,war noch ein für mich sehr schlimmes Ereignis. Wie üblich ,ich muss morgens durch den Auslauf der Minis, um in den Stall zu kommen, schaute ich bei den Damen die Runde, begrüße sie, so weit sie da sind und….. was sehe ich ? Midnight, abgekämpft, zitternd und nicht mehr tragend!!! Sie hätte am Nikolaustag Termin gehabt. Ich fand das Fohlen,ein kleines schwarzes Hengstfohlen, noch in der Fruchtblase, im Stall. Das Fohlen war schon im Mutterleib gestorben. Warum war es gestorben? Midnight hatte nie Probleme während der Tragzeit, es war ihr erstes Fohlen. Was war passiert? Warum war es tot? Ich war fertig und habe zuerst einmal die Stute versorgt und getröstet. Dann musste ich wie immer füttern und in meinem Kopf waren immer nur Fragen, Fragen. … Gegen Mittag kam die TÄ zur Impfung von Sabrina, ihr erzählte ich,was passiert war. So konnte sie mir auch nichts sagen und machte den Vorschlag, die Nachgeburt untersuchen zu lassen. Sie nahm sie mit und schickte es ins Labor. Das Ergebnis war nicht vor 10 Tagen zu erwarten,Tage,die endlos werden würden. Midnight ging es den Umständen nach ganz gut, sie brauchte zuerst ihre Freundin, die sie wie eine Mutter schützte. Ihr Hormonhaushalt musste sich wieder normalisieren und das war 1 Woche später, wo sie dann rossig wurde. Ich hatte in den gesamten Jahren meiner Eselzucht bei keiner Jungstute eine Totgeburt im 11. Trächtigkeitsmonat gehabt. Ich beriet mich in den nächstem Tagen mit meinem TA. Wenn es bestimmte Bakterien waren,konnten sie nur von “außen” kommen. Ich hatte ein weißes Hengstfohlen gekauft,später als Wallach hatte er noch einige Jungstuten “beglückt”. Die eine Jungstute wurde nicht tragend , die andere Jungstute in dem Stall war Midnight. Es ist die einzige mögliche Erklärung für meine Zuchtprobleme. Na ja, jetzt heißt es warten….
In der gleichen Woche wo Midnight rossig wurde, ist Guy endlich kastriert worden. Im Sommer habe ich es nicht machen lassen,weil dann die Fliegen eine größere Entzündung hervor gerufen hätten. So verlief alles ohne Problem - Guy wurde im Stehen kastriert.Die Blutgefäße wurden lange abgeklemmt, so dass keine Nachblutung zu erwarten war. ( Esel bluten nämlich stärker wie Pferde nach einer Kastration. Ein Verbluten ist möglich) So dauerte die Kastration eine halbe Stunde. Danach wurde er von mir mit Traumeel behandelt, 10 Tage später war die Schwellung weg. Auch in dieser Woche hatte ich 3 Patienten. Die dritte war - Witchy. In ihrem Kehlkopfbereich fand ich ein Hühnerei - großes Geschwür,Abszess oder Tumor. Langsam kam in mir die Angst. Mein 1.Minieselhengst war an einem Kehlkopftumor gestorben. TA angerufen,der dann meinte ,das es ein Lymphknotenabszess sein könnte und gab ihr Penicillin. 2Tage später bekam sie es noch einmal,der Abszess hatte sich schon verändert. Dann gab der TA mir den Rat,es mit Zugsalbe ein zuschmieren. Das würde das Ganze runter ziehen. Ich gab auch ihr Traumeel. Es wurde kleiner, aber der Abszess war noch lange nicht weg. Auch hier musste ich noch ein bis zwei Wochen warten. Mein Nervenkostüm wurde jetzt ganz gut strapaziert. Positives denken war angesagt, auch wenn es schwer fällt.
Die Ergebnisse kommen nächsten Monat…..
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Eselnews Oktober 2011
10.10.2011 von Atti.
Seit diesem Monat, Oktober 2011, werde ich in diesem Blog monatlich die Neuigkeiten, Erfahrungen und Erlebnisse der RoverStar Esel schreiben. Falls es in einem Monat keine nennenswerte Neuigkeiten gibt, werde ich über die “Entstehung der RoverStar Eselfarm berichten. Hier werde ich alle positiven und negativen Erfahrungen schildern, denn bekanntlich lernt man aus den Erfahrungen und so kann man diese auch anderen zu teil werden lassen.
Rückblick auf den Monat September und Ende August
Hier ist schon einiges passiert - Peggy, 21-jährige englische Zuchtstute, bekam Ende August ihr Fohlen. Es ist ein Stutfohlen, RST Pearl, der Vater ist HV Bolonger. Peggy hatte schon seit geraumer Zeit eine Lahmheit am Vorderhuf. Es war der gleiche Huf, an dem vor einem Jahr das Hufbein gebrochen war. Bei der Röntgenaufnahme zeigte sich,dass das Hufbein schief angewachsen ist und sie bei einer normalen Hufstellung Schmerzen hatte. Dadurch, das ich jetzt ein Bild des Hufbeines habe, konnte ich den Huf dem Hufbein anpassen.Einen Tag bevor das Fohlen geboren wurde, lahmte sie dann sehr stark auf dem rechten Hinterhuf. Somit passte es super, das”Pearl” geboren wurde. Auch hier ließ ich das Bein und den Huf röntgen,wobei eine klare Diagnose nicht ersichtlich war. Ein Hufgeschwür war nicht zu finden, es war eine starke Zerrung einer Beugesehne. Das gesamte Hinterbein war dick geschwollen. Ich machte durchblutungsfördernde Einreibungen und versorgte sie ansonsten homöopathisch (Ruta, Rhus, Traumeel u Silicea) 14 Tage später konnte sie wieder mit ihrem Fohlen in die Herde.
Neues bei den Minieseln - RST Yara und RST Gypsy , Anfang Juli geboren, entwickeln sich prächtig. Inzwischen fressen sie ihr Futter brav aus ihrem eigenen Napf. Beide sind sehr ruhig und schmusig. Sie lassen sich ohne Probleme auf meine Art erziehen. Sie kennen das Führen mit der Hand (ohne Halfter) und reagieren sehr gut auf “Komm mit” und “Steeeh”. Hufe auskratzen ohne anbinden ist gar kein Problem.Bei RST Lulu
, jetzt 1Jahr alt, habe ich genauso begonnen. Es gibt oder gab bei ihr nie Probleme mit dem aufhalftern, führen oder Hufe auskratzen oder korrigieren. Meiner Ansicht nach ist diese Erziehung die ruhigste und stressfreieste für Mensch und Tier.
Nachtrag zum Monat September
Wenn ich bei meinen Eseln bin,vergesse ich die Zeit und denke absolut nicht ans Datum.So stellte ich jetzt fest,dass der Umbau im Stall der Normalesel ja schon im September war. - Schon seit ca einem 1/2 Jahr plante ich, die beiden Großesel (1,30m,1,35m ) bei den Normaleseln zu integrieren.Das es nicht einfach wird,war mir klar.Jack ist nämlich erst seit 2,5J Wallach und ein Esel vergisst ja nun mal nicht.So auch nicht Jack sein Hengst-Leben.Aber erst mussten die Stallbedingungen = Platz in dem anderen Stall gegeben sein. Ansonsten würden die Großen die Kleinen beim Fressen ab drängen.Die Größe des Tieres gehört bei Eseln zur Dominanz.Deshalb war ein kleiner Umbau notwendig - Mittelwand raus,2 alte Heutröge weg und den Boden mit Lehm auffüllen.Dieser wurde dann fest gestampft und eine Heurundraufe aufgebaut. Das ganze Unternehmen dauerte 1 Nachmittag. Der Stall wirkt jetzt wesentlich größer und freundlicher. Die Normaleselherde war am Nachmittag draußen und kam erst zum Abend, wie alles fertig war, rein. Sie zeigten zuerst ein Erstaunen , dann aber siegte die eselige Neugierde. Wie sie dann fest stellten,das in der Mitte dieses komischen “Gestells” Heu ist, gab es kein zögern mehr - Kopf rein und fressen. Nur Filou, der Jährlingswallach ,war ein wenig skeptischer. Aber da es anderweitig kein Heu, sondern nur Stroh gab,wagte er es auch und steckte seinen Kopf zwischen den Bügeln. Jetzt ist es für den gesamten “eseligen Trupp” kein “Thema” mehr. Ich muss jetzt nur noch den richtigen Zeitpunkt finden, um Jack und Mickey zu integrieren.
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